Donnerstag 23. März 2017
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    moderne und

    praxisnahe

    Rahmen-

    bedingungen.

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    nachhaltige

    und

    ethische

    Wirtschaft.

Bundesland:
Sozialversicherungsträger: | Do., 16. März 2017

Vereinfachung der Sozialversicherungsstrukturen begrüßenswert. Abschied vom berufsständischen Denken aber notwendig.

Jungwirth: Wichtigstes Ziel ist Vereinheitlichung der Leistungen und Abschaffung der Selbstbehalte.

Wien (OTS) - Die Wirtschaftskammer Österreich hat heute eine Studie zur Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger präsentiert. Die in der Präsentation bevorzugte Variante, die nur einen von 3 Vorschlägen der Studienautoren wiedergibt, baut aber weiterhin auf die föderalen Strukturen und berufsständisches Denken auf. Die vorgeschlagene Maximalvariante, in der es nur mehr eine einheitliche Pensionsversicherungsanstalt, eine Krankenversicherung und eine Unfallversicherung gibt, wäre weitreichender. 

 

 WKO


„Für die Grüne Wirtschaft ist das vorrangigste Ziel einer Reform der Sozialversicherung eine einheitliche Leistungserbringung und die Abschaffung der Selbstbehalte.“, sagt Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft. „Ein Denken in Berufsständen ist nicht mehr zeitgemäß, die Grenzen zwischen den Bedürfnissen der Selbständigen und der unselbständig Beschäftigten sind längst aufgelöst. Deshalb macht ein einheitliches System in der Hand eines Trägers Sinn.“ Die Einpersonenunternehmen, die inzwischen mehr als die Hälfte der Wirtschaftskammermitglieder darstellen, sind sowohl Dienstgeber als auch Dienstnehmer in einer Person. Die sozialen Sicherungssysteme in unserem Land sind für diese Personengruppe ungeeignet. Eine Zusammenführung aller Versicherungsträger könnte durch einheitliche Leistungen für alle Abhilfe schaffen. 


Nicht geteilt wird die Sichtweise, dass Selbstbehalte als Lenkungsinstrumente für die Leistungserbringung wirksam seien. Gerade die KleinstunternehmerInnen klagen häufig, dass sie wegen der Selbstbehalte nicht zum Arzt gehen, was längerfristig enorme Kosten für das Gesundheitssystem verursacht. 


Begrüßt werden jedoch die in der Studie gemachten Vorschläge der Vereinfachung bei der Zahlung der Abgaben an eine Stelle. „Wir erkennen darin einen Schritt zur Vereinfachung der Abgabesysteme, der gerade Kleinstunternehmen das Leben erleichtert.“, so Jungwirth abschließend.

 

Rückfragen & Kontakt:

 

Grüne Wirtschaft 
Sabine Jungwirth 
Bundessprecherin 
0676 / 360 30 20 
sabine.jungwirth@gruenewirtschaft.at 

Di., 14. März 2017

Große Industrieunternehmen als Existenzvoraussetzung für EPU und Motor von Innovation im Umweltbereich

Die Grüne Wirtschaft beim Oberflächen-Spezialisten Collini

Gestern am 13. März besuchte eine Delegation der Grünen Wirtschaft Vorarlberg den Hauptstandort des Weltmarktführers in Sachen Oberflächen-Veredelung in Hohenems. Die Mitglieder der Grünen Wirtschaft sind überwiegend Ein-Personen-UnternehmerInnen oder Kleinbetriebe. Für die Landessprecherin der Grünen Wirtschaft Vorarlberg, die Grafikerin Gabriela Harmtodt, ist es aber auch sehr wichtig, die Sorgen und Nöte der Vorarlberger Industrie besser zu verstehen, denn: «Große Industrieunternehmen sind Auftraggeber und damit Existenzvoraussetzung für viele Klein- und Mittelbetriebe in der Region.»


Der Firmenchef des Paradeunternehmens, Johannes Collini, informierte die TeilnehmerInnen - darunter auch die Mitglieder der Landesleitung der Grünen Wirtschaft Otto Kazil, Ulli Laine-Valentini und Stefan Bitschnau - über die Bedeutung seiner Produkte für den industriellen Fortschritt. Mitunter sei die Oberfläche wichtiger als der Werkstoff selbst.

Nach einem Rundgang durch die Produktion berichtete Vorstand Johannes Lusser über die hohen Anforderungen an die Technik in einem umweltkritischen Industriebereich. In den letzten Jahren wurde der Betrieb sein einst schlechtes Image im Umweltbereich vollends los und ist nun sogar Vorreiter in Sachen Abwasservermeidung bzw. –reinigung. Seit 2007 wird das anfallende Abwasser nach dem Durchlaufen der chemischen Kläranlage - und dies ist einzigartig – auch einer biologischen Reinigung unterzogen.

Nach der starken Expansion der letzten Jahre beschäftigt die Collini Gmbh an 12 Standorten 1.400 MitarbeiterInnen und erwirtschaftet mit ihnen einen Jahresumsatz von über 190 Millionen Euro.

 

Für Gabriela Harmtodt war der Besuch «eine äußerst spannende Angelegenheit, die uns die Innovationskraft und Leistungsstärke der heimischen Industrie vor Augen geführt hat.»

Kammerreform: | Fr., 10. März 2017

Weitere Maßnahmen zur Entlastung der Kleinunternehmen notwendig. Demokratisierung offen.

Jungwirth: Weitere Verschlankung der Kammerstrukturen möglich durch Abschaffung der Fachgruppen. Einheitsgewerbeschein für alle freien Gewerbe und Demokratisierung offen.

Wien (OTS) - Die heute von Wirtschaftskammerpräsident Leitl präsentierten Vorschläge zur Kammerreform zielen insbesondere auf eine Absenkung der Kammerumlage 1 und 2 ab. Dabei werden vor allem größere Betriebe entlastet, wobei insbesondere die Absenkung der KU2, die sich bei den lohnbezogenen Abgaben auswirkt, tatsächlich ein sehr wichtiger Schritt ist. 

 

 Michael Dufek | facebook.com/dufitoon

© Michael Dufek | facebook.com/dufitoon


Auch das angekündigte Entfallen von Mehrfachmitgliedschaften in der gleichen Fachorganisation wird von der Grünen Wirtschaft begrüßt. „Dennoch wäre hier mehr möglich gewesen, wenn es im Zuge der Gewerbeordnungsnovelle zu einem „Einheitsgewerbeschein“ für alle freien Gewerbe gekommen wäre. Die vom ÖVP-Wirtschaftsbund dominierte Wirtschaftskammer hat dies aber verhindert. Gerade diese Maßnahme erscheint uns aber für die Ein-Personen- und Kleinunternehmen als besonders wichtig und wir werden weiterhin auf dieser Forderung beharren.“, sagt Sabine Jungwirth, selbst Unternehmerin und Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft. 


Ein wirklich großer Wurf in Sachen Wirtschaftskammerreform wäre außerdem noch viel weiter gegangen. „Eine echte Verschlankung der aufgeblähten Kammerstruktur würde durch die Abschaffung der Fachgruppen und ausschließlicher Vertretung der Brancheninteressen auf Fachverbandsebene erzielt werden. Damit könnte außerdem die Einführung eines österreichweit gültigen Gewerbescheines erzielt werden und somit ein weiterer Schritt zur Entlastung bei den Grundumlagen gesetzt werden.“ so Jungwirth weiter. 


Bei der Wahlrechtsreform ist nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Wählergruppen am Ende nicht viel übrig geblieben. Dass es nun endlich das aktive und passive Wahlrecht für alle Wirtschaftskammermitglieder geben soll – eine langjährige Forderung der Grünen Wirtschaft – ist erfreulich. Sabine Jungwirth dazu: „Es war nie nachvollziehbar, wie es möglich sein kann jemanden zur Zwangsmitgliedschaft zur verpflichten, aber vom passiven Wahlrecht auszuschließen. Das war schlichtweg undemokratisch. Eine echte Demokratisierung der WKO würde aber weiter gehen müssen. Wir fordern mehr Transparenz, eine Entbürokratisierung des Wahlrechts und eine Direktwahl für die politischen Gremien, die Wirtschaftsparlamente.“

 

Die von Seiten der Grünen Wirtschaft bereits im Wahlkampf zur Wirtschaftskammerwahl 2015 eingebrachten Forderungen finden Sie hier: 

 

Rückfragen & Kontakt:

Grüne Wirtschaft 
Sabine Jungwirth 
Bundessprecherin 

0676 / 360 30 20 
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Lehrlingsausbildung: | Do., 09. März 2017

Digitalisierung wichtig, aber größere Reform notwendig.

Die Lehrlingsausbildung in Österreich muss reformiert werden. Imagepolitur durch Digitalisierung nicht ausreichend, KMU brauchen Unterstützung um am Ausbildungssystem teilzunehmen

Wien (OTS) - Die von BM Mitterlehner gestartete Initiative zur Digitalisierung und Ermöglichung von Sprachkursen in der Lehrlingsausbildung ist ein wichtiger Schritt um die in Ausbildung befindlichen Jugendlichen auf die neuen Arbeitswelten vorzubereiten. Den Kern des Problems trifft man damit aber nur zum Teil.

 

Abseits dieser Themen sind nämlich v.a. KMU mit vollkommen anderen Problemen im Zusammenhang mit der Berufsausbildung beschäftig. Gerade Kleinbetriebe haben häufig keine ausreichend stabile Auftragslage um sich für die gesamte Dauer einer Lehrlingsausbildung verpflichten zu können. Gleichzeitig stellt es auch für viele ein Problem dar, dass sie auf Grund von Spezialisierungen, die am Markt notwendig und sinnvoll sind, nicht das gesamte Berufsbild ausbilden können. Es sind hierbei auch die bisher angebotenen Möglichkeiten eines Ausbildungsverbunds nicht ausreichend flexibel um Abhilfe zu schaffen. Außerdem sind die Marketingkosten, die mittlerweile beim Recruiting von Lehrlingen entstehen für Kleinbetriebe sehr hoch geworden - sie stehen hier im Wettbewerb zur Industrie, die die BewerberInnen stark anzieht, wie der IBW-Forschungsbericht " Lehrlingsausbildung im Überblick 2016" deutlich macht.

 

Die Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft, Sabine Jungwirth, hat deshalb ein Reformpaket zur Lehrlingsausbildung ausgearbeitet. "Die Betriebe müssen vor allem bei den organisatorischen Belangen, bei der Suche nach Lehrlingen, bei der Qualitätssicherung und beim Ausbilden im Verbund unterstützt werden. Die Berufsschulen sollen dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Diese werden zu Kompetenzzentren für die gesamte Berufsausbildung inkl. der Berufsorientierung.", bringt Jungwirth die zentralen Forderungen auf den Punkt.

 

Details entnehmen Sie bitte dem Konzeptpapier Fachkräfteausbildung

 

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Grüne Wirtschaft 
Sabine Jungwirth 
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Internationaler Frauentag:

Mehr Frauen an die Spitze der Wirtschaftskammer!

Rund 45% der Unternehmen von Frauen geführt, Präsidien der Wirtschaftkammer aber zu 78 Prozent mit Männern besetzt. Grüne Wirtschaft fordert Quote für die Besetzung der Präsidien.

Wien (OTS) - Mehr als die Hälfte der Unternehmen werden bereits von Frauen gegründet. Fast jedes zweite der heimischen Unternehmen wird von einer Frau geführt. Aktuell sind rund 45% der Gewerbeberechtigungen in Frauenhand, Tendenz steigend. In vielen Branchen wie zum Beispiel im Direktvertrieb und bei den persönlichen Dienstleistern sind mehrheitlich Frauen selbstständig – bei den mehr als 60.000 PersonenbetreuerInnen sind es sogar bis zu 95 Prozent.

 

 

An der Spitze der Wirtschaftskammer, den Präsidien, spiegelt sich jedoch der hohe Frauenanteil nicht wieder. Diese sind trotz des hohen Anteils an Frauen in der UnternehmerInnenschaft trotzdem überwiegend männlich besetzt: Insgesamt gibt es 51 Posten, davon 40 Männer und nur 11 Frauen. „Die Unternehmerinnen sind in ihrer Interessenvertretung massiv unterrepräsentiert. Wir fordern daher, dass mehr Posten an der Spitze der Wirtschaftskammer mit Frauen besetzt werden. Das ist wohl nur durch die Einführung einer Quote für die Präsidien möglich.“, so Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft.

 

Österreichische UnternehmerInnen mit Gewerbeschein sind automatisch zahlende Mitglieder dieser im Verfassungsrang stehenden Institution. Wenn sie schon verpflichtend ist, dann sollte sie die Diversität ihrer Mitglieder in den Gremien repräsentieren. Das ist aber nicht der Fall.

 

Die Grüne Wirtschaft fordert deshalb eine 40%-Quote für Frauen in den Führungsgremien der Wirtschaftskammer. Apelle und Versprechen nützen nichts, es braucht den sanften Druck!

 

Verena Florian, die Leiterin der AG Frauen in der Grünen Wirtschaft, sieht einen wesentlichen Aspekt in der Vorbildfunktion: „Wenn Frauen in Führungspositionen sichtbar sind, dann wirken sie als Role Models für andere Frauen. Allein deshalb brauchen wir jetzt die Quote!“

 

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragen & Kontakt: 
Verena Florian 
Leiterin der AG Frauen in der Grünen Wirtschaft 
Tel. 0664 / 252 91 21

Sabine Jungwirth:

Zusammenlegen der Sozialversicherungsträger ist Chance auf effiziente Strukturen und einheitliche Leistungen

Reformvorschläge der Industriellenvereinigung sind erster Schritt, gehen jedoch nicht weit genug.

Die heute von der Industriellenvereinigung vorgelegte Studie zeigt auf, dass genug Geld im System ist, dieses jedoch nicht optimal eingesetzt wird. Es wird empfohlen die Krankenversicherungsträger zu reduzieren und die Leistungen nach dem Grundsatz „gleicher Beitrag-gleiche Leistung“ zu vereinheitlichen. „Die vorgeschlagene Vereinheitlichung und Zusammenlegung ist ein erster Schritt, jedoch müssen auch für die Selbständigen in Anpassung an die neuen Arbeitswelten Veränderungen vorgenommen werden. Der Entfall der Selbstbehalte wäre gerade für GeringverdienerInnen eine wichtige Verbesserung.“ sagt Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft.

APA-Interview

Grüne Wirtschaft will System der Lehre umkrempeln

Sabine Jungwirth präsentiert das Lehrlingskonzept der Grünen Wirtschaft

In einem Interview mit der Austria Presse Agentur forderte die Bundessprecherin Grünen Wirtschaft eine grundlegende Reform der Lehrlingsausbildung. 

 

 Wien (APA) - Passend zu den Semesterferien, in denen es für Schüler entsprechender Schulstufen oft auch um Überlegungen zur weiteren Ausbildung geht, hat die Grüne Wirtschaft Forderungen für neue Wege in der Lehre aufgestellt. Angesichts des aktuellen Fachkräftemangels gehe es um eine Modernisierung der Fachkräfteausbildung, sagte die Chefin der Grünen Wirtschaft, Sabine Jungwirth, im APA-Gespräch.

Sabine Jungwirth | © August Lechner
Sabine Jungwirth

Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft

 

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