QUICK-TIPPS

NACHHALTIGKEIT IM BÜRO UND DARÜBER HINAUS

Umwelt- und Klimaschutz im Büro ist nicht nur etwas für große Konzerne, du kannst ihn auch ganz easy selbst in die Hand nehmen.

Hier ist eine Liste mit praktischen Tipps, wie du Nachhaltigkeit ganz einfach in deinem (Berufs-)Alltag umsetzen kannst. Schau öfter rein, wir ergänzen die Liste laufend, damit auch sicher für jede und jeden etwas dabei ist. Gut ist ja: Es müssen nicht alle alles machen, schon wenn alle ein bisschen etwas tun, kann das viel verändern.

Du hast einen Tipp für uns?

Dann schreibe an office-noe@gruenewirtschaft.at.

ALLE QUICK-TIPPS

ÜBERBLICK

#1 QUICK-TIPP Energiesparen

DEN ENERGIEFRESSERN AUF DER SPUR!

Unser Energieverbrauch war schon immer ein heißes Thema im Klimaschutz. Der Krieg in der Ukraine, der durch diesen mitfinanziert wird, führt uns aber vor Augen, wie hoch die Kosten sein können.

Energiesparen ist darum wichtiger denn je und in vielen Bereichen geht das auch ganz einfach:

Schluss mit Standby! Ein Fernseher, der täglich 20 Stunden im Standby-Modus läuft, kostet dich ca. 18 € im Jahr und das ist nur ein Gerät. Nimm Geräte vom Stromnetz! Mit Verteilersteckern mit Ausschalter ist das per Knopfdruck erledigt. 

Sinnvoll einheizen! Besonders richtiges Heizen birgt großes Energiesparpotential. In unserem Quick-Tipp #15 HEIZEN findest du 10 Tipps, wie du dieses Potential voll ausschöpfst.

Stromsparend waschen! Moderne Waschmaschinen und Waschmittel reinigen deine Wäsche auch bei 40° hervorragend. Nutze außerdem das Eco-Programm deiner Maschine und trockne die Wäsche an der Luft. Wäschetrockner benötigen 3 x so viel Strom wie ein Waschgang mit 60°.

Richtig beleuchtet! Es werde Licht … aber immer nur dort, wo es benötigt wird. Achte darauf, dass das Licht in ungenutzten Räumen aus ist, verwende energiesparende Leuchtmittel und in Bereichen, wo du dich immer nur kurz aufhältst, eventuell Leuchten mit Bewegungsmelder.

Geräte richtig nutzen! Dazu zählt z. B. Speisen auskühlen lassen, bevor du sie in den Kühlschrank stellst, das Gefrierfach 2-3x im Jahr abtauen, den Geschirrspüler voll einräumen, bevor du ihn einschaltest oder dem Bügeleisen frühzeitig den Stecker ziehen und mit der Restwärme fertig bügeln.


Beim Energiesparen gilt »viel Kleinvieh macht auch Mist«. Darum schnapp dir doch einfach mal eine Tasse Kaffee oder Tee und dreh eine Runde durchs Büro oder die Wohnung. Wie viele benutzte Steckdosen zählst du?

Energiesparen ist nicht schwer, man muss es nur machen.

HIER findest du noch zahlreiche Hilfsmittel, mit denen du den kleinen Stromschnorrern auf den Pelz rücken kannst.

#2 QUICK-TIPP Papierverbrauch

STATT ZU PAPIER BRINGEN BESSER HINTER DIE OHREN SCHREIBEN?!

Trauriger Spitzenreiter Österreich 

Man könnte meinen, die voranschreitende Digitalisierung macht aus Altpapier einen alten Hut. Leider ist das Gegenteil der Fall. Der Papierverbrauch steigt!

Der Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich beträgt etwa 4 kg pro Woche, Tendenz steigend. Das ist ca. viermal so hoch wie der weltweite Durchschnittsverbrauch*.

Die Papierindustrie ist hungrig!

Die Papierindustrie ist weltweit der fünftgrößte Energiekonsument und braucht mehr Wasser als jede andere Industrie. Jede Minute verschwindet Waldfläche im Ausmaß von 20 Fußballfeldern und 40 % der industriellen Forstwirtschaft gehen in die Papierindustrie*. 

Wie du die Papierindustrie auf Diät setzen kannst:

REDUCE

Zum Beispiel:  drucke nur aus, was auch schriftlich abgelegt werden muss, drucke doppelseitig und mehrseitig, bringe Aufkleber gegen Werbung an Tür und Postkasten an, nutze nach Möglichkeit beim Lesen Digital-Abos und E-Reader

REUSE

Zum Beispiel: nutze leere Rückseiten  oder Probedrucke für Notizen oder als Einkaufszettel, verwende Altpapier zum Verpacken und Basteln

RECYCLE

Verwende nur noch Recyclingpapier! Die Erzeugung verbraucht sehr viel weniger Energie und Wasser und erzeugt wesentlich geringere Schadstoffmengen und Deponieabfälle. Keine Sorge, Recyclingpapier gibt es auch in strahlendem Weiß!

Weitere Informationen:

#3 QUICK-TIPP Finanzen

ZERSTÖRT DEIN SPARBUCH DEN REGENWALD?

Wenn wir dem Spruch »Geld regiert die Welt« glauben schenken, müssen wir auch einmal genau hinschauen, wie unser Geld angelegt ist.

In unserem We.TALK mit Johann Kandler vom Klimabündnis haben wir erfahren, dass unsere Spareinlagen über Umwege auch den Anbau von Rohstoffen mitfinanzieren, für die täglich große Flächen Regenwald vernichtet werden.

Wenn du sicher gehen willst, dass du nicht unfreiwillig diesen Raubbau mitfinanzierst, frag beim nächsten Bankgespräch einmal genauer nach, wo deine Bank ihr Geld veranlagt.

Auf der sicheren Seite bist du mit einem GEMEINWOHLKONTO oder einem Konto bei der Onlinebank TOMORROW.

#4 QUICK-TIPP Vielfalt & Lebensraum

Frühlingserwachen!

Die Sehnsucht nach wärmeren Temperaturen und dem Frühling wächst. Genieß diese Vorfreude und schau dich einmal vor, im oder um dein Büro bewusst um.

Wo findest du Platz für neuen Lebensraum?

Schon ein insektenfreundlicher Blumentrog auf der Fensterbank oder die Umwidmung einer kleinen Rasenfläche zur Wildblumenwiese schafft Vielfalt und ein kleines Ökosystem.

Wenn du vor Ort keinen Platz findest, kannst du über meineblumenwiese.at auch auf Distanz eine Wildblumenwiese säen. 

Tipps fürs Saatgut findest du hier:
wildeblumen.at
wildblumensaatgut.at

#5 QUICK-TIPP Kochen

Mit Genuss zum Klimaschutz!

Wir lesen oder hören fast täglich, dass unser Fleischkonsum nicht nur dem Tierwohl, sondern auch dem Klima enorm schadet. Um die Lage zu verbessern, muss sich nicht jeder vegan oder vegetarisch ernähren – aber mit weniger Fleischkonsum wäre schon viel erreicht!

Probier es aus:

Such dir doch diese Woche einmal ein vegetarisches oder veganes Gericht und verwöhne damit dich, deine Kollegin/deinen Kollegen oder deine Familie mit einer fleischlosen Alternative. Ein einfaches und leckeres Rezept findest du unten.

Du bist bereits geübt darin, vegetarisch zu kochen?

Dann schick dein Lieblingsrezept an eine Kollegin/einen Kollegen, ein Familienmitglied oder einen Freund weiter und verbreite eine klimafreundliche Gaumenfreude.

REZEPT: CHILI SIN CARNE

 #6 QUICK-TIPP Einkaufen

A2 + R3 = Umweltschutz

Mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit lässt sich schon viel für den Umweltschutz machen.

Du möchtest dir zum Beispiel etwas Neues kaufen? 

  • Überlege genau, ob du es auch wirklich brauchst? #REDUCE
  • Findest du es eventuell gebraucht oder lässt sich etwas Altes reparieren? #REUSE
  • Wie gut lässt es sich recyceln? Gibt es ökologische Optionen?#RECYCLE

Nimm dir vor dem nächsten Einkauf kurz Zeit, diese Fragen zu beantworten.

Das R3-Prinzip lässt sich auf ziemlich alles anwenden, von Verpackungsmaterial über Putzmittel bis hin zu Büromöbeln und Geräten.

Tipps:

 #7 QUICK-TIPP Eigenproduktion

Gemeinsam ackern

Regionales, saisonales Bio-Gemüse anbauen? Viel nachhaltiger geht Lebensmittelbeschaffung gar nicht! Viel aufwendiger auch nicht, denkst du? Dann schau mal, welche innovativen Lösungen es für den eigenen Gemüseanbau schon gibt:

VERTICAL GARDENING
Eine Option bei wenig Platz ist ein Vertical Garden. Damit lässt sich nicht nur auf wenig Platz viel anbauen, so ein Garten kann auch zum Klimaregulierer und Kundenmagneten werden. Mehr Infos dazu gibt es HIER in unserem We.Talk #13 Urban & Vertical Gardening mit Jürgen Herler von HerBios zum Nachhören.

ONLINE GEMÜSEANBAU
Eine moderne Möglichkeit des Gemüseanbaus findest du auf myAcker. Hier wählst du deinen Acker und deine Gemüsesorten online aus und die Ernte wird direkt zu dir ins Büro oder nach Hause geliefert.

GEMEINSCHAFTSGARTEN & GEMÜSEKISTE 
Besonders smart ist auch die Idee eines Gemeinschaftsgartens: Bürokolleg:innen, Hausbewohner:innen, Familien oder Freunde können sich den Zeitaufwand und die Kosten für den Gemüseanbau aufteilen und gleichzeitig ihr Miteinander stärken.

Wenn das alles nicht funktioniert, kannst du dir immer noch ein Gemüsekisterl bestellen. 

Tipps:

#8 QUICK-TIPP Investieren

SPARST DU NOCH ODER INVESTIERST DU SCHON?

Nachhaltige Unternehmen erobern Schritt für Schritt nicht nur die Herzen der Konsument:innen, sondern auch den Aktienmarkt.

Mittlerweile gilt es sogar Webseiten wie Cleanvest, die jedem das Suchen, Finden und Investieren in nachhaltige Anlageprodukte leicht machen. Mit wenigen Klicks kannst du nach Kriterien wie »frei von Atomenergie« oder »frei von Kinderarbeit« selektieren und dir so ein ethisch korrektes Portfolio zusammenstellen, in das du dein hart verdientes Geld gerne investierst.

Du kannst damit nicht nur dich finanziell nachhaltig absichern sondern gleichzeitig den Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft unterstützen.


TIPP IM TIPP:
Für dich sind Begriffe wie Fonds, ETVs, Index, Depot und Portfolio noch Fremdwörter? Dann können wir dir Larissa Krawitz, auch bekannt als  »Investorella«, empfehlen. Die Wienerin gibt in ihren Online-Kursen, ihrem Podcast, dem Buch »Money, honey!« und nicht zuletzt in ihrem Workshop für die Grüne Wirtschaft nützliche Tipps und Schritt für Schritt-Anleitungen für nachhaltiges Investieren – mit besonderem Fokus auf Frauen.

#9 QUICK-TIPP Nachhaltigkeitsrechner

WAS ICH WEISS MACHT MICH HEISS … UND DAS KLIMA KALT

Die vielen Krisenberichte über den Klimawandel können leicht ein Gefühl der Ohnmacht auslösen.

Der einfachste und gleichzeitig wichtigste erste Schritt dem entgegenzuwirken, ist die Bestandsaufnahme des eigenen Handelns in Bezug auf das Klima.

Es gibt bereits viele hilfreiche Tools, mit denen du deinen Klimaeinfluss und den deines Unternehmens schnell erheben kannst, zum Beispiel mit dem CO2-Rechner des FORUM Umweltbildung, dem Rechner für deinen ökologischen Fußabdruck des österreichischen Klimaschutzministeriums  oder dem Gemeinwohl-Schnelltest.

Viele weitere gute TIPPS und Infos findest du HIER auf unserer Webseite »Emission impossible?«

#10 QUICK-TIPP Nachhaltige Mode

DRESS TO IMPRESS – TRAG NACHHALTIGKEIT ZUR SCHAU

In Österreich liegt fast jedes achte Kleidungsstück ungetragen im Schrank, oft produziert und gekauft für den Müll.

Berichte über brennende Textilfabriken, der Nachweis von Chemikalien der Textilindustrie in der Leber von Eisbären und der enorme Wasserverbrauch dieser Industrie sind nur einige Gründe, unser Kaufverhalten in puncto Mode zu ändern.

LET’S DO IT! 

  • Vermeide Spontankäufe und überlege vor jedem Kauf, ob du das Kleidungsstück auch wirklich brauchst.
  • Du teilst dir deine Kleidergröße mit einer Freundin oder einem Familienmitglied? Dann verabredet euch doch einmal zu einer Kleidertauschparty!
  • Wenn du wirklich ein neues Kleidungsstück brauchst, achte beim Kauf auf die Qualität und die Erzeugung. Gütesiegel können hier Auskunft geben.

EINKAUFSTIPPS FÜR NACHHALTIGE MODE

#11 QUICK-TIPP E-Mails & Klima

LÖSCHEN FÜRS KLIMA

WENIGER E-MAILS = WENIGER CO2

Hört sich erstmal komisch an, ist aber gar nicht so ohne, wenn man überlegt, wie und warum man mit E-Mails eigentlich CO2 produziert.

DIE AUSGANGSLAGE:

Um E-Mails zu verschicken und zu speichern, braucht es große Server und die wiederum brauchen Energie.

DER VERBRAUCH:

Pro E-Mail verbrauchen wir 10 Gramm CO2. Versendest du 10 Mails, verursachst du bereits so viel CO2 wie eine Energiesparlampe pro Stunde verbraucht. Schlimmer noch sind alle gespeicherten E-Mails. Dazu hat die Redaktion von Galileo, des Wissensmagazins von Pro7, ein Experiment durchgeführt:
Klick HIER, um es dir anzusehen!

DIE LÖSUNG:

Wenn jeder Mensch auf der Welt jeden Tag 11 E-Mails löschen würde, könnten ca. 91.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden!

So kannst du ganz einfach deine E-Mail-Flut reduzieren:

  • Den Ordner „gelöschte Mails“ leeren
  • Spam-Mails löschen
  • Weniger E-Mails schreiben
  • Nur E-Mails speichern, die du wirklich brauchst
  • Zu einem grünen E-Mail-Anbieter wechseln

Weitere Infos findest du HIER!

#12 QUICK-TIPP Stay cool!

ROLLADEN RUNTER … HITZE RAUS!

Eines der effektivsten Mittel, um Räume im Sommer kühl zu halten, sind Außenrollos. Deren Montage ist aber meist mit hohen Kosten verbunden und in vielen Fällen auch nicht erlaubt.

Es gibt aber eine tolle Do-it-yourself-Lösung, die nicht nur günstig, sondern auch schnell gemacht und nach Jahreszeit flexibel einsetzbar ist.

Du brauchst dafür lediglich einen dichten Stoff, ein paar Bänder sowie Faden und Nadel. Die Anleitung für den einfachen, aber feschen und wirksamen Sonnenschutz findest du HIER.

Vielleicht finden auf diesem Weg alte Jalousien, Sonnenschirme oder auch Roll-Ups einen neuen Verwendungszweck.

Die Außenbeschattung ist aber nicht die einzige Möglichkeit dich und deinen Arbeitsplatz abzukühlen! Viele weitere Tipps, findest du HIER.

#13 QUICK-TIPP Kaffee!

MUSS KAFFEE DENN SÜNDE SEIN?

Eine schlechte Nachricht für alle Kaffeeliebhaber:innen:

Unser liebstes Heißgetränk – rund drei Tassen Kaffee pro Tag trinken die Österreicher:innen im Durchschnitt – ist eine richtige Umweltsünde. Anbau, Transport und Zubereitung hinterlassen einen hohen CO2-Abdruck. Hinzu kommen der große Wasserverbrauch und die Müllberge durch Aluminumkapseln und Plastikverpackung.

Aber keine Sorge, wir haben 8 Tipps für dich, wie du deine tägliche Kaffeedosis umweltfreundlicher genießen kannst:

  1. Kaufe Bio- und Fairtrade-Kaffee aus nachhaltigem Anbau, der im Herkunftsland geröstet wird.
  2. Achte auf den Transport des Kaffees: Es gibt etwa Kaffee, der per Segelboot zu uns kommt.
  3. Kaufe Kaffeebohnen unverpackt, z.B. in Unverpackt-Läden.
  4. Ersetze die ein oder andere Tasse durch regionale Kaffee-Alternativen wie Malzkaffee oder Lupinenkaffee.
  5. Verwende, (wenn unbedingt notwendig,) kompostierbare, wiederbefüllbare Kaffeekapseln ohne Aluminium oder Plastik
  6. Brühe deinen Kaffee frisch auf, etwa mit einer traditionellen Filtermaschine, einem italienischen Espressokocher oder einer French Press.
  7. Hol dir deinen Coffee to go im eigenen Mehrweg-Kaffeebecher statt im Einweg-Pappbecher mit Plastikdeckel
  8.  Und zuletzt: Trink deinen Kaffee in Maßen, dafür mit umso größerem Genuss!

#14 QUICK-TIPP Büropflanzen

DIE GRÜNEN ALLESKÖNNER!

Bald wird das Grün vor unseren Bürofenstern verschwinden – jetzt ist also die perfekte Zeit, deine Innenräume zu begrünen.

Büropflanzen sind wahre Alleskönner:

  • Sie reduzieren den Lärmpegel,
  • filtern den Staub aus der Luft,
  • wirken als natürlicher Luftbefeuchter,
  • absorbieren Schadstoffe,
  • wirken beruhigend,
  • fördern die Konzentration und
  • reduzieren Ermüdungserscheinungen.

Und das leisten sie alles für ein bisschen Wasser und Sonnenlicht, ganz ohne Stromverbrauch.

Nur bei der Beschaffung ist ein bisschen Vorsicht geboten. Die umweltschonendste Möglichkeit ist, Ableger oder Stecklinge selbst zu produzieren oder zu tauschen. Eine Anleitung dazu findest du HIER.

Wenn du also das nächste Mal bei Freunden oder deiner Familie die Botanik bewunderst, frag einfach nach einer kleinen Blattspende.

#15 QUICK-TIPP Heizen

IT’S GETTING HOT IN HERE!

Der Herbst steht vor der Tür und bald können wir auf das Heizen nicht mehr verzichten.

Die Heizkosten fallen bei den Betriebskosten stark ins Gewicht. Dabei steckt im Bereich Heizen großes Potenzial, um aktiv etwas für den Klimaschutz zu tun und dabei noch Geld zu sparen.

Wir haben 10 einfache Energiespartipps zusammengestellt, die dir helfen, deine nächste Heizkostenabrechnung zu senken und einen Beitrag zur Wärmewende zu leisten.

10 HEISSE Quick-Tipps:
  1. Vermeide es, die Fenster die ganze Zeit gekippt zu lassen. Ein paar Mal am Tag kurz die Fenster zu öffnen ist besser als längeres Kippen.
  2. Passe die Temperatur auf die jeweilige Raumnutzung an. Schon eine geringe Reduktion der Temperatur bringt deutliche Ersparnisse. Die Faustformel dazu lautet: Minus 1 °C Raumtemperatur sind rund 6 % weniger Heizkosten.
  3. Schließe die Türen zu schwach beheizten Zimmern
  4. Heize weniger, wenn du weggehst, aber schalte die Heizung nicht ganz ab. Einerseits wegen der Frostgefahr, und andererseits kann das Wiederaufheizen der gesamten Wohnung mehr Energie kosten als das Raumklima auf eine konstant milde Temperatur zu reduzieren.
  5. Decke die Heizkörper nicht ab und verstelle sie nicht mit Möbeln. Dann kann die Luft richtig zirkulieren. 
  6. Entlüfte deine Heizung regelmäßig, das steigert ihre Effizienz.
  7. Zieh die Vorhänge zu und schließe die Rollläden.
  8. Nutze Zuheizmöglichkeiten. Vor allem Specksteinöfen sind sehr effizient. Zwei Stunden damit zu heizen kann bis zu 24 Stunden Wohlfühlwärme bringen.
  9. Nutze Thermostate. Mit einem WLAN-Thermostat kannst du schnell und bequem die Temperatur per Smartphone anpassen oder sogar die Fenster schließen. Programmierbare Thermostate sorgen zu festen Uhrzeiten für eine automatische Anpassung der Heizungsleistung.
  10. Warte regelmäßig die Heizung und lass die Heizungsanlage durch einen Fachmann überprüfen. Das verlängert die Lebensdauer deiner Heizung und verringert den Brennstoffverbrauch.

Funfact:
Wusstest du, dass Schwertfische ihre Augen heizen? Forscher haben herausgefunden, dass ein Muskel dafür sorgt, dass ihre Augen bis zu 15 Grad wärmer als das Wasser sind. Das hat den Vorteil, dass die Schwertfische schnell schwimmende Beute leichter entdecken und verfolgen können. Die Augenheizung funktioniert bis in 500 Meter Tiefe, darunter ist es zu dunkel.

#16 QUICK-TIPP Aufbewahrung von Lebensmittel

FRISCHE OLÉ! PLASTIK ADE!

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du Plastik- und Alumüll reduzieren kannst?

Wir haben eine natürliche Verpackungsalternative für dich:

Wachstücher sind nicht nur schön bunt, sondern wahre Alleskönner und ersetzen Einwegprodukte wie Aluminium- und Frischhaltefolie, Plastik- und Papierverpackung.

DU KANNST

  • damit Lebensmittel einpacken und aufbewahren,
  • sie dadurch länger frisch halten,
  • Schimmel vermeiden
  • und es immer wieder verwenden.

SO GEHT’S
Wickle deine Lebensmittel oder das Aufbewahrungsgefäß einfach in das Wachstuch und halte deine Hände für ein paar Sekunden drauf. Durch die Wärme der Hände wird das Tuch formbar und schmiegt sich optimal um das Lebensmittel oder das Gefäß. Dort haftet es dann von selbst.

. . . UND DAS BESTE
Bei guter Pflege kannst du Wachstücher mehrere Jahre verwenden. Einfach bei geringer Verschmutzung unter fließendes, kaltes Wasser halten, bei gröberem Schmutz mit milder Haushaltsseife oder alkoholfreiem Spülmittel sanft waschen und an der Luft trocknen lassen.

Probier’s aus und pack deine nächste Jause fürs Büro einfach in ein Wachstuch.

UNSER TIPP:
Auf der Webseite von Beeofix kannst du nicht nur nachhaltige Wachstücher aus regionaler Produktion kaufen, sondern findest auch Tipps zur Handhabung und zum Selbermachen.

#17 QUICK-TIPP Büroutensilien

NACHHALTIGKEIT IN DER HAND

Ob Kugelschreiber, Marker, Radiergummi oder Lineal – all die kleinen Büroutensilien aus Plastik machen auf Dauer unglaublich viel Müll.

Dabei gibt es für viele schon nachhaltige Alternativen. Hier kommen unsere Top 5:

Bei einer zentralen Beschaffung in deinem Betrieb lohnt es sich auch, den Wunsch nach nachhaltigem Büroequipment an die Chefetage bzw. die Einkaufsabteilung zu richten.

#18 QUICK-TIPP Aluminium

ABSCHIED VOM ALUMINIUM!

Aluminium wird von der Industrie gerne als »Wundermaterial« angepriesen: Praktisch unbeschränkte Einsatzmöglichkeiten und fast unendliche Wiederverwertbarkeit sind seine Vorteile.

Doch die Gewinnung ist ein dreckiges Geschäft, das die Umwelt belastet und enorm viel Energie verbraucht. Kein Vorteil überwiegt diese Nachteile.

Weil sich dieser Umweltsünder gerne im Detail versteckt, gibt es von uns ein paar Hinweise und Tipps, wie du ihn aus deinem Alltag verbannen kannst.

UNSERE TIPPS:

  1. Statt Kaffeekapseln nutze besser Edelstahl-Mehrwegkapseln oder steige auf selbst aufgebrühten Kaffee um.
  2. Vermeide Fertigprodukte wie Soßenpulver oder Tütensuppen 
  3. Kaufe Produkte wie Mayonnaise, Senf oder Tomatenmark in Glasverpackung.
  4. Greife bei Joghurt und anderen Produkten mit Aluminiumdeckel besser zum Mehrwegglas mit Schraubverschluss.
  5. Kaufe keine Schokolade und Kaugummis, die in Alufolie verpackt sind.
  6. Benutze zum Grillen Edelstahl-Grillschalen statt Einwegschalen aus Aluminium.
  7. Verwende Kochgeschirr aus Gusseisen, Emaille oder Edelstahl statt Teflonpfannen aus Aluminium.
  8. Nutze statt Alufolie altes Butterbrot- oder Käsepapier, Bienenwachstücher oder ein Behältnis aus Glas, Edelstahl oder Holz.
  9. Greife bei Getränken lieber zur Pfandflasche oder zum Tetrapack statt zur Dose.
  10. Auch bei Kosmetika steckt in den Verpackungen kleiner Proben oft eine Aluschicht und manchmal ist das Metall sogar ein Inhaltsstoff (z.B. bei Deos, Lippenstiften, Sonnencremes). Es macht Sinn, diese Produkte in größeren Verpackungen zu kaufen und auf die Inhaltsstoffe zu achten.

Mit ein bisschen Achtsamkeit ist es leicht, auf den Umweltsünder Aluminium zu verzichten.

Probier’s aus!

#19 QUICK-TIPP Schokolade

SCHOKOLADENGENUSS MIT GUTEM GEWISSEN

Die Weihnachtszeit ist die Zeit des Genusses und der süßen Schlemmereien: Schokokugeln, Weihnachtsmänner, Lebkuchen, Kekse – all das gehört zu Weihnachten dazu.

Aber bei all den Leckereien fällt auch ganz schön viel Müll an. Darüber hinaus enthält handelsübliche Schokolade oft Palmöl, bei dessen Gewinnung große Flächen Regenwald, und damit wichtiger Lebensraum zerstört wird.

Eine »gute« Schokolade sollte deshalb nicht nur frei von Palmöl sein, sondern auch fair gehandelt werden. Darüber hinaus sollte dieVerpackung recycelbar sein und die Zutaten ohne Pestizide angebaut werden.

Und wo bitte findet man eine solche Schoko, denkst du dir gerade?

Stimmt, in jedem Supermarkt findest du die noch nicht. 

Gute Anlaufstellen sind aber zum Beispiel:

  • Unverpackt-Läden,
  • lokale Bäckereien und Confiserien,
  • Weltläden und
  • Bioläden.

Sie alle bieten oft unverpackte weihnachtliche Genüsse ohne Palmöl an.

Wer trotzdem im regulären Handel Weihnachtsmänner und Schokokugeln kaufen möchte, sollte unbedingt auf Bio- und Fairtrade-Gütesiegel und auf die Art der Verpackung achten.

Mit einem guten Gewissen schmeckt die Schokolade doch gleich viel besser.

Mehr Tipps für die Wahl eines guten Nikolauses findest du HIER.

#20 QUICK-TIPP Geschenkpapier

GESCHENKE NACHHALTIG VERPACKEN

Kling Glöckchen, klingelingeling – bald ist Weihnachten. Zeit sich Gedanken über Geschenke zu machen. Achte dabei nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf eine nachhaltige Verpackung. Wie wäre es mit ein paar nachhaltigen, umweltfreundlicheren und originelleren Alternativen:

  • (Historisches oder fremdsprachiges) Zeitungspapier
  • bunte Seiten aus Zeitschriften
  • braunes Paketpapier
  • eine alte Landkarte, Poster, Kalenderblätter, Comicheft
  • Stofftuch, Stoffserviette oder hübsches Geschirrhandtuch
  • Geschenkpapier aus Altpapier mit „Der Blaue Engel“-Siegel recycelbares Geschenkpapier z.B von Planet Paket
  • Geschenkpapier der letzten Jahre
  • Geschenkboxen aus Pappe
  • Glas oder Aludosen

Da macht das Auspacken gleich viel mehr Freude!

PS: Noch mehr Papier kannst du einsparen, wenn du die Geschenke im Einzelhandel anstatt Online kaufst. So sparst du wertvollen Rohstoff. Und die Händler freuen sich.

#21 QUICK-TIPP Körperpflege

SAUBER BLEIBEN
READY FOR WORK?

Dann hast du dich sicher schon gewaschen, die Zähne geputzt und vielleicht auch geschminkt.

Viele Produkte sorgen dafür, dass wir uns in unserer Haut wohlfühlen. Das muss nicht auf Kosten der Umwelt sein, wenn du Folgendes dabei beachtest:

  • Setz auf zertifizierte Naturprodukte ohne problematische Inhaltsstoffe.
  • Greif zu Nachfüll- und Vorratspackungen, z. B. zur Papiertaschentücherbox oder überhaupt zu verpackungsfreien Produkten.
  • Verwende zum Abschminken waschbare, weiche Mikrofasertücher oder Mikrofaser-Pads statt Einweg-Abschminkpads.
  • Kauf Kamm, Haar- und Zahnbürste aus Holz statt aus Plastik.
  • Verwende feste, statt flüssige Seifen für Körper, Gesicht und Haare und auch feste Zahnpasta-Pastillen statt Zahnpasta.
  • Ersetze Rasierer mit wechselbaren Metallklingen und Einwegrasierer mit einem Edelstahl-Rasierer. 
  • Oder mach vielleicht sogar Pflegeprodukte selbst: z. B. Cremen mit Kokosöl.

Unser Kauftipp:
Bei Lunasoaps kannst du dich mit vielen natürlichen und regionalen Pflegeprodukten eindecken und die Unternehmensgeschichte gibt’s noch obendrauf in unserem We.TALK #30 »Reiner Umweltschutz«.

#22 QUICK-TIPP Recycling

DU RECYCELST … richtig?

Nach REDUCE und REUSE kommt RECYCLE.

Mit 34 % Recyclingquote gehören die Österreicher:innen zu den Spitzenreiter:innen im Mülltrennen. Folgt man aber der Aussage von Philip Rosenthal, können auch wir noch was dazulernen. Denn:

»Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein«

Hier ein paar Kniffe fürs optimale Recycling:

  • Verpackungen nicht auswaschen. Das erledigen moderne Maschinen in den Recyclingfirmen. Du verschwendest damit nur Wasser.
  • Papier ist nicht gleich Altpapier! Deine Taschentücher, der öldurchtränkte Pizzakarton und die meisten Kassazettel sind ein Fall für den Restmüll.
  • Bioplastik ist Restmüll. Zwar ist es ressourcenschonender als gewöhnliches Plastik, Kompostieranlagen sind aber für den Abbauprozess solcher Stoffe nicht ausgelegt.
  • Lass beim Glasmüll den Deckel drauf. Das Abschrauben schadet zwar nicht, ist aber überflüssig. Sortieranlagen erledigen das 1a.
  • Viel wichtiger ist es, nur Glasverpackungen in den Altglascontainer zu werfen und nach Weiß- und Buntglas zu sortieren. Spiegel, Fenster, Trinkgläser oder Glühbirnen können aufgrund höherer Schmelztemperaturen so nicht recycelt werden.
  • Elektromüll ist wertvoll! Selbst der kleine Wecker gehört auf den Recyclinghof. Elektrogeräte enthalten immer wertvolle Rohstoffe, die beim Verbrennen verloren gehen.

Viele hilfreiche Informationen rund ums Thema Recycling und Müll in Niederösterreich findest du auf der Webseite der NÖ Umweltverbände.

#23 QUICK-TIPP Sport

Auf die Plätze, fertig, los!

Kein Sport ist Mord. Sport tut deiner Gesundheit, dem Klima und der Umwelt gut, wenn du auf ein paar Dinge achtest:

  • Kaufe umweltfreundliche, faire Sportkleidung, z. B. aus recycelten Materialien und bei Marken, die viel Wert auf ihren ökologischen und sozialen Impact legen, wie Vaude oder Patagonia.
  • Suche dir nachhaltige Sportarten im Freien, z. B. Joggen, Klettern, Wandern, Kanufahren.
  • Trage Sportkleidung, wenn möglich mehrfach, bevor du sie wäschst. Das funktioniert besonders gut mit Kleidung aus Wolle. Ihre natürliche antibakterielle Wirkung sorgt dafür, dass die Sportbekleidung viel später anfängt zu stinken.
  • Kaufe nur Kleidung und Trainingsgeräte, die du wirklich benötigst. Ausrüstung wie Skier oder Sport-Equipment gibt es oft auch gebraucht oder gegen eine kleine Leihgebühr.
  • Nutze eine wiederverwendbare Trinkflasche mit Leitungswasser.
  • Wähle nachhaltige Sportstätten, z. B. Fitnessstudios mit Ökostrom-Zertifikat oder, Outdoor-Sportplätze mit Naturrasen.
  • Halte deine Anfahrtswege zum Sport kurz oder fahre öffentlich hin. Du kannst den Weg zur Sportstätte durch einen schnellen Fußmarsch oder eine Fahrradfahrt auch zum Aufwärmen nutzen.
  • Besorge dir nachhaltige Trainingsgeräte, z. B. Yogablock aus Kork oder fairtrade-Fußbälle.

Niemand muss umweltfreundliches Training in Perfektion umsetzen! Viel wichtiger ist, sich Schritt für Schritt in die richtige Richtung zu entwickeln.

#24 QUICK-TIPP Drucken

Nachhaltigkeit ist nicht schwarz-weiß!

Gerade unser Druckverhalten bietet viele Ansatzpunkte, nicht nur Papier, sondern auch Energie und Geld zu sparen.

Die wichtigste Frage ist, ob das Ausdrucken überhaupt notwendig ist. Wenn ja, kannst du mit diesen einfachen Tipps die Umwelt durch ein nachhaltiges Druckverhalten entlasten:

  1. Verwende Umweltschutz- oder Recyclingpapier! Dadurch ist der Rohstoffverbrauch viel geringer.
  2. Drucke mit ökologischen, mineralölfreien Druckerfarben und nutze Refill-Patronen.
  3. Drucke, wenn möglich beidseitig. Stell am besten gleich »beidseitig Drucken« ein, dann geht das automatisch.
  4. Überlege vor dem Drucken, ob es ausreicht, dafür Schmierpapier oder die Rückseite von alten Ausdrucken zu verwenden.
  5. Stelle beim Drucker den Energiesparmodus ein.
  6. Nutze Programme wie »Green Cloud Printer«, die verhindern, dass unnötige Abschnitte gedruckt werden.
  7. Achte beim Kauf eines neuen Druckers auf dessen Effizienz. Moderne Tintenstrahldrucker sind bis zu 84 % energieeffizienter als Lasergeräte und drucken zudem 2x schneller.
  8. Entsorge Altgeräte, leere Kartuschen und Patronen ordnungsgemäß im Altstoffsammelzentrum oder bei entsprechenden Rückgabestellen. 

Denke immer daran: Jedes nicht ausgedruckte Dokument spart Papier, Wasser, Energie und dir letzten Endes auch Geld!

#25 QUICK-TIPP Ostern

Häschen in der Grube
Vom Osternest über die Eier bis hin zum Schokohasen – mit Nachhaltigkeit hat das Osterfest nur selten etwas zu tun. Das muss nicht sein. Wir haben ein paar einfach umzusetzende Tipps für ein nachhaltiges, umweltfreundliches und faires Osterfest:
  1. Kaufe Bio- und Fair-Trade Schokoladenhasen und -eier ohne Palmöl
  2. Backe selbst einen leckeren Osterhasen, so kannst du die Plastikverpackung vermeiden.
  3. Verwende echtes Heu oder Gras für dein Osternest statt künstliches Ostergras
  4. Bastle dein Nestchen selbst statt ein Plastiknest aus dem Supermarkt zu kaufen
  5. Kaufe hochwertige Bio-Eier und färbe sie mit natürlichen Materialen die rote Bete. 
  6. Achte beim Fisch am Karfreitag auf seine Herkunft und die richtigen Siegel. Zu empfehlen sind heimische Süßwasserfische.
  7. Kaufe beim Osterlamm unbedingt regionales Fleisch  und achte darauf, wie die Tiere gehalten werden. Oder verzichte ganz auf diese Tradition.
Frohes Osterfest!

#26 QUICK-TIPP Frühjahrsputz

Putzen: Die einen lieben es, die anderen hassen es – tun müssen wir es aber (fast) alle. 

Der Winter wird von vielen mit einem obligatorischen Frühjahrsputz vertrieben. Das fleißige Waschen, Putzen und Reinigen in privaten Haushalten belastet die Umwelt jedoch stark. Verpackungsmüll, verschmutztes Grundwasser und nicht zuletzt Chemikalien im Haushalt – das alles muss nicht sein. Nachhaltiges Putzen einfacher, als man denkt.
 
Das sind unsere Tipps:
  • Bevorzuge Konzentrate und halte dich an die Dosierungsanweisungen. Denn viel hilft in diesem Fall nicht viel, sondern ist schlicht und einfach zu viel. 
  • Putze mit wiederverwendbaren Putztüchern und Schwämmen statt mit Papierhandtüchern oder Einwegmaterialien.
  • Verzichten auf alle Reinigungsmittel, die mit einem Gefahrstoffzeichen gekennzeichnet sind. Sie sind überflüssig und stellen eine unnötige Gefahr dar.
  • Nutze Universalisten vor Spezialisten, d.h. kaufe keine Spezialreiniger, kaufe Universalreiniger und stelle sie am besten selbst her: z. B. mit bewährten Hausmitteln wie Essig, Zitronensäure, Natron, Backpulver und Soda.
  • Setze deine Muskelkraft ein, denn Schrubben reicht oft aus, um Reiniger zu ersetzen. 
  • Verzichten auf Abflussreiniger und greife lieber zu Saugglocke, Bürste oder Spirale.
  • Lass Kalkflecken gar nicht erst entstehen, z. B. indem du nach dem Duschen die Fliesen und Glasflächen mit einem Abzieher trocknest.
Online-Einkaufstipp:
Das Vorarlberger Unternehmen Uni Sapon ist Spezialist für umweltschonende Reinigungsmittel.

#27 QUICK-TIPP Mikroplastik

Wir haben ein großes, unsichtbares Problem!

Mikroplastik ist heute überall – in der Erde, im Wasser, in der Luft, sogar im Eis der Antarktis.

Ein Teufelskreis
Die Kunststoffpartikel sind so klein, dass man sie kaum sehen kann. Zugleich sind sie biologisch nicht abbaubar. Sie landen im Abwasser und damit in Flüssen, Seen und Meeren. Dort ziehen sie Schadstoffe an und werden von den Meereslebewesen mit Nahrung verwechselt. Die Tiere fressen so nicht nur Plastik, sondern auch Gift. Wer Fisch oder Meeresfrüchte isst, kann das alles auf seinem Teller wiederfinden.

Die Folgen für die Ökosysteme, die Tierwelt und auch unsere Gesundheit können wir heute noch kaum absehen. 

Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass nicht noch mehr davon in die Gewässer gelangt. Diese Tipps helfen dir dabei:

  • Greif bei Pflegeprodukten oder Kosmetika zu Produkten mit explizitem Hinweis auf den Verzicht auf Mikroplastik.
  • Meide Plastikverpackungen.
  • Kaufe keine Kleidung aus Synthetikfasern.
  • Wasche Kleidung aus Synthetikfasern möglichst selten und mit einem Wäschebeutel z. B. von Guppyfriend.
  • Verwende keine Mikrofasertücher oder Spülschwämme aus Kunstfasern. 
  • Leere das Flusensieb von Waschmaschine und Trockner niemals in den Abfluss.
  • Vermeide Weichspüler.
  • Koche mit Pfannen aus Gusseisen statt mit anti-haft-beschichteten Teflon-Pfannen.
  • Kaufe Schuhe mit Sohlen aus Leder oder aus biologisch abbaubarem Naturkautschuk. 
  • Versuche beim Autofahren abruptes Bremsen und Anfahren zu minimieren und lass dein Auto öfter einmal stehen.
  • Sammle achtlos weggeworfenen Plastikmüll ein.

Noch ein Tipp:
Mit der Gratis-App »CodeCheck« kannst du schnell und einfach feststellen, ob ein Produkt Mikroplastik enthält. Einfach den Barcode scannen und schon zeigt dir die App die Inhaltsstoffe an.

Du findest generell, dass Plastikmüll keine Zukunft haben sollte?
Dann unterzeichne die Petiton von Greenpeace gegen Verpackungsmüll.

#28 QUICK-TIPP Motivation

Hinschauen + Gratulieren = Motivation

Geh einmal in Gedanken deinen Alltag durch und schreibe dir all die großen und kleinen Dinge auf, die du für die Umwelt und/oder deine Mitmenschen so machst.

  • Fährst du vielleicht mit dem Fahrrad zur Arbeit,
  • trennst du Müll,
  • duschst du meist recht kalt und kurz,
  • unterschreibst du Petitionen zum Umweltschutz oder für Menschenrechte?

Oft fokussieren wir uns nur darauf, was wir alles machen sollten, statt auch einmal zu schauen, was wir schon alles geschafft haben! Genau darin liegt aber großes Motivationspotential.

Wenn du dir bewusst machst, was du schon alles Gutes umsetzt, erscheint auch der nächste Schritt gut machbar.

In einem Jahr kannst du dann nochmals Bilanz ziehen (am besten gleich einen Reminder setzen) und schauen, welche neuen nachhaltigen Handlungen sich in deinen Alltag geschlichen haben.

Wir gratulieren dir zu deinem bisherigen Beitrag für eine lebenswerte Welt!

Und falls du Inspiration für dein nächstes Vorhaben brauchst, wirf einen Blick auf unsere anderen Quick-Tipps!

#29 QUICK-TIPP Akkus schonen

DIE VOLLE LADUNG
Wie du das Beste aus deinen Akkus herausholst

Die Haltbarkeit von elektronischen Geräten ist oft an die Lebensdauer ihrer Akkus gebunden.

Mit folgenden Tipps kannst du das Leben deiner Akkus* und deiner Geräte verlängern, damit die Umwelt schonen UND sogar Strom sparen:

  • In der Mitte liegt die Kraft! Lade den Akku nicht mehr als 80 % auf und entlade ihn nicht weiter als 20 %. In dem Bereich fühlen sich die Lithium-Ionen am wohlsten.
  • Weniger ist mehr! Versuche den Ladevorgang nicht zu unterbrechen. Die Ladezyklen eines Akkus sind begrenzt. Darum versuche, jeden optimal zu nutzen.
  • Sag dem Aufladen gute Nacht! Lade deine Geräte am Abend oder untertags und nicht über Nacht auf, um die Stromzufuhr auf ein minimales Zeitfenster zu reduzieren.
  • Weder heiß noch kalt! Extremtemperaturen tun Akkus nicht gut. Besonders Hitze während des Ladens verkürzt die Lebensdauer.
  • Abschalten durch Ausschalten! Die Seele baumelt besonders gut, wenn sie nicht unter ständigem Nachrichtenbeschuss steht. Geräte auszuschalten, tut den eigenen Energiereserven und denen vom Gerät gut.

Du bist, was den schonenden Umgang mit Akkus betrifft, schon ein Profi?

Auf dieser Seite findest du noch zahlreiche andere hilfreiche Tipps für ein nachhaltigeres Leben.

*Tipps gelten für die üblichen Lithium-Ionen-Akkus.

#30 QUICK-TIPP Verpackung

GUT VERPACKT

Der Online-Handel boomt und mit ihm der Ressourcenverbrauch!

Ein Faktor ist dabei die Verpackung. Darum gibt es hier ein paar Tipps, wie du diese ökologischer gestalten kannst:

  • Vermeiden! Informiere dich sehr genau über das Produkt, das du kaufst, um eine Retoursendung nach Möglichkeit zu vermeiden. Kaufe Produkte, die du häufig brauchst in größeren Mengen.
  • Reduzieren! Verwende Verpackungen, die dem Versandprodukt angepasst sind. Das reduzierte Volumen schafft Platz im LKW, vermindert die Anzahl der Fahrten und damit den CO²-Ausstoss.
  • Wiederverwenden! Verwende Verpackungen deiner eigenen Bestellungen wieder. Mit alten Postern und Flyern lassen sich diese auch schön umgestalten. Auch Füllmaterial kann mehrmals verwendet werden.
  • Verwende Versandverpackungen aus nachhaltigen Materialien! Kartons* aus recycelter Pappe, aus Gras-oder Zuckerrohrfasern sind gute Optionen. Letztere sind im Gegensatz zu Holz schnell nachwachsende Rohstoffe und ebenfalls biologisch abbaubar.
  • Nutze kompostierbares Füllmaterial!  Verpackungschips aus Maisstärke und Wasser können zum Beispiel einfach auf dem Kompost entsorgt werden. Auch Altpapier eignet sich zum Auspolstern.
  • Kaufe dein Verpackungsmaterial von regionalen Anbietern! Damit vermeidest du lange Transportwege und sparst wieder CO2 ein.

Eine gute Adresse für nachhaltiges Verpackungsmaterial: packverde

Laut einer neuen Studie von Dr. Rene Eckhart vom Institut für biobasierte Produkte und Papiertechnik an der TU Graz, können Kartonverpackungen mindestens 25 Mal recycelt werden.

#31 QUICK-TIPP Räume kühlen

WIE DIE HITZE DRAUSSEN BLEIBT

Endlich ist der langersehnte Sommer da. Doch die Hitze kann auch anstrengend sein. Wir zeigen dir, wie du für Kühle sorgen kannst – ohne eine umweltschädliche Klimaanlage einzuschalten.

1. Schließe die Fenster
Frühmorgens, nachts und spät abends kannst du die kühle Luft durch langes Durchlüften ins Haus holen. Am besten öffnest du auch alle Schranktüren, denn auch Schränke speichern heiße Luft. Tagsüber sollten die Fenster hingegen geschlossen bleiben. 

2. Dunkle die Räume ab
Je weniger Sonnenstrahlen in den Raum kommen, desto kühler bleibt es dort. Schließe alle Rollläden, Vorhänge oder Fensterläden.

3. Raus mit Teppichen 
Teppiche, Kissen oder Decken nehmen Hitze auf und geben sie nach und nach wieder an den Raum ab. Also ab damit über den Sommer in die Abstellkammer.

4. Schalte Elektrogeräte aus
Schick Herd und Co. in den Urlaub, denn Elektrogeräte erzeugen Wärme, auch im Stand-by-Modus.

5. Kaufe Rollos und Co. in hellen Farben
Das beste »Schlupfloch« für Hitze sind die Fenster. Rollos, Jalousien oder Vorhänge in hellen Farben reflektieren die Hitze nach draußen und halten so die Zimmer automatisch kühler als dunkler Sonnenschutz. Besonders effizient sind Rollos aus metallischen Textilien und Jalousien mit hoch reflektierender Außenseite.

6. Probier Fensterfolien
Sonnenschutzfolien kleben direkt auf dem Fenster und sind eine gute Alternative zu Rollos, denn sie weisen die Sonne ab, ohne komplett zu verdunkeln. Das spart Licht und Strom.

7. Investiere in eine Dunstabzugshaube
Eine Dunstabzugshaube lohnt sich bei Hitze. Denn mit ihr geht die heiße Luft, die beim Kochen entsteht, einfach ab nach draußen.

8. Streich die Wände hell
Helle Farben nehmen weniger Hitze auf und reflektieren sie nach außen. Dadurch bleiben helle Räume kühler.

9. Nutze einen Ventilator
Stelle den Ventilator ans Fenster, und zwar so, dass er aus dem Raum hinausbläst. Der Effekt: Die heiße Luft geht nach draußen, der Raum kühlt schneller herunter. Nur Achtung: Auch ein Ventilator erzeugt wie jedes Elektrogerät Wärme. Setz ihn daher wirklich gezielt ein.

10. Hänge feuchte Wäsche auf
Ein nasses Handtuch oder feuchte Laken über den Wäscheständer zu hängen, ist eine gute Möglichkeit, um die Temperatur in einem Raum zu senken. Den Effekt nennt man Verdunstungskälte.

In unserem QUICK TIPP Nr. 12 »Stay cool« findest du eine Anleitung, wie du Beschattungen selbst machen kannst.

#32 QUICK-TIPP Wasser sparen

DREH DER WASSERVERSCHWENDUNG DEN HAHN AB

Wassersparen ist in Österreich doch selbstverständlich! Das würde man meinen, aber es gibt noch deutlich Luft nach oben. Das geschätzte Sparpotential liegt bei 40 %.

Wir haben Tipps, wie du dein Wassersparpotential erhöhs:

  1. Senke deinen indirekten Wasserimport
    Unmengen von Wasser werden für die Herstellung von Konsumgütern verbraucht, auch in Ländern, wo Wasserknappheit herrscht. Kaufe darum nur, was du wirklich brauchst!
  2. Nutze effiziente Geräte
    Achte schon beim Kauf einer Waschmaschine oder eines Geschirrspülers auf deren Wasserverbrauch und Umweltverträglichkeit, nutze Sparprogramme und fülle die Maschinen voll.
  3. Installiere einen modernen Wasserregler
    Toilettenspülkästen mit Zwei-Mengen-Spülung und Spül-Stopp-Taste sparen im Vergleich zu veralteten Spülkästen bis zu 50 % Wasser. Ein moderner Einhand-Wassermischer für die Dusche ist um bis zu 25 % sparsamer als zwei getrennte Hähne für Kalt und Heiß, weil weniger nachgeregelt werden muss.
  4. Statte deine Wasserquellen mit einem Strahlregler aus
    Eine effektive Wassersparhilfe ist ein Strahlregler (auch Luftsprudler, Mischdüse oder Perlator) an Wasserhahn und Duschkopf. Dieser verwirbelt das Wasser mit Luft, der Wasserstrahl fühlt sich an wie immer, aber der Wasserverbrauch sinkt um bis zu 50 %. Luftsprudler können bei Duschen auch nachträglich zwischen Armatur und Schlauch eingebaut werden.
  5. Verwende Wasser bewusst
    Wasser sollte nie grundlos laufen, tropfende Wasserhähne und WC-Spülungen gehören repariert, und zum Waschen von frischen Früchten und Gemüse reicht eine große Schale, die mit ein wenig Wasser gefüllt ist.
  6. Nutze die natürlichen Gegebenheiten zum Wassersparen
    Für Arbeiten im Freien, wie Blumengießen oder Fahrradputzen kann problemlos Regenwasser verwendet werden, wenn du es sammelst. Auch das Gras länger wachsen zu lassen senkt den Wasserverbrauch, da der Rasen nicht so schnell austrocknet.

#33 QUICK-TIPP Energiesparen 2.0

ENERGIESPAREN! ABER WO ANFANGEN?

Das Wort »Energiesparen« ist in aller Munde. Aber wo macht es am meisten Sinn anzusetzen?

Wir haben uns einmal schlau gemacht und die TOP 10 der Energieverbraucher im Haushalt recherchiert:

  • Alte Heizungen
  • Elektroherd
  • Gefrierschrank
  • Kühlschrank
  • Beleuchtung
  • Wäschetrockner
  • Geschirrspüler
  • Waschmaschine
  • TV & Multimedia
  • Router & Drucker

Maßnahmen, diesen Energiefressern auf den Leib zu rücken, findest du in unseren Tipps:

#1 Energiesparen
#15 Heizen
#24 Drucken

#34 QUICK-TIPP Energiesparen Office

WANN »LOW ENERGY« IM BÜRO GUT IST

Dürfen wir vorstellen: Die größten Stromfresser im Büro … und wie du sie auf Diät setzen kannst:

  • Monitore: Überlege, wie viele Monitore du wirklich benötigst, schalte sie aus, wenn sie nicht in Gebrauch sind.
  • Computer: Ein Laptop braucht 50 – 70 % weniger Strom als ein stationärer Computer.
  • Beleuchtung: Spätestens jetzt sollten Glüh- und Halogenleuchten durch LED-Lampen ersetzt werden. Die höheren Anschaffungskosten zahlen sich schnell aus.
  • Die Büroküche: Hier gilt wie zu Hause, Tiefkühler gelegentlich abtauen, Geschirrspüler nur vollgeräumt einschalten und verwende nach Möglichkeit für das Aufwärmen von Speisen die Mikrowelle statt den Herd.

Hier noch zwei ganz einfach Grundregeln zum Stromsparen im Office:

1. Schalte alles aus, was nicht in Verwendung ist … besonders nach Feierabend! Kippschalter, Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder können dabei sehr hilfreich sein.

2. Achte beim Kauf von Geräten immer auf einen niedrigen Energieverbrauch und tausche sehr alte Geräte aus.

Weiter Tipps, wie du die Akkus deiner Arbeitsgeräte schonst oder in anderen Bereichen mehr Nachhaltigkeit in deinen (Berufs-)Alltag bringst, findest du weiter oben z. B. unter #29 oder #11. 

#35 QUICK-TIPP Druckerzeugnisse

 LANDEVERBOT FÜR DRUCKERZEUGNISSE

Flattern bei dir auch immer wieder ungefragt Gratismagazine, Kataloge, Werbeprospekte und Broschüren ins Haus?

Meist sind diese für dich uninteressant und du blätterst sie – wenn überhaupt – nur kurz durch?

Für dieses fragliche Vergnügen werden kostbare Ressourcen verschwendet.

Unser Tipp: Sammle einen Monat lang alle diese Papiererzeugnisse und setz dich dann einmal für eine halbe Stunde hin, um sie zu stornieren oder auf die Online-Variante umzusteigen.

Das Magazin der Wirtschaftskammer NÖ »WIRTSCHAFT NÖ« kannst du beispielsweise mit einer E-Mail an mitgliederdatenservice@wknoe.at abbestellen. Alle Inhalte findest du auch HIER online und in PDF-Form.

#36 QUICK-TIPP Fair reisen

 GRÜN AUF (GESCHÄFTS-)REISE

Die Zahlen der weltweiten Geschäftsreisen steigt stetig. Mehr als 180 Millionen Menschen sind jährlich auf einem Business-Trip. Dabei berücksichtigt jedoch nur ein kleiner Teil der Geschäftsreisenden Aspekte der Nachhaltigkeit. 
 

Mit den folgenden Tipps gelingt es dir, deine Geschäftsreise nachhaltiger zu gestalten.

Notwendigkeit
Überlege dir, ob die Geschäftsreise überhaupt notwendig ist oder ob das Gespräch nicht auch per Videokonferenz aus dem Home Office geführt werden kann
 
Zeit für Planung
Geschäftsreisen sollten bestenfalls annähernd so sorgfältig vorbereitet werden wie der private Urlaub. Versuche zum Beispiel, mehrere Konferenzen oder Termine zusammenzulegen und koordiniere deine Agenda so, dass du nicht mehrmals an- und abreisen musst. 
 
Packe minimalistisch
Packe die Dinge ein, die du auch wirklich brauchst. Ganz nach dem Motto „weniger ist mehr“. Je leichter du packst, desto weniger Emissionen werden beim Transport durch Flugzeug, Bahn oder Bus ausgestoßen.
 
Vergiss deine Trinkflasche nicht
Mit einer wiederverwendbare Trinkflasche kannst du vor Ort jede Menge Plastikmüll in Form von Plastikflaschen einsparen
 
Kleine Gruppe
Halte die Reisegruppe klein und überlege, wer alles dabei sein muss. Da kann der Vorgesetzte vielleicht zu Hause bleiben und nur die Experten reisen lassen.
 
Kein Flugzeug
Verzichte auf Flüge. Besonders Kurzstreckenflüge lassen sich leicht durch Bahnfahrten oder Fernbusreisen ersetzen. Kommt du ums Fliegen nicht umhin sind direkt Verbindungen sind jedenfalls die ökologischsten, da beim Starten und Landen die meisten Emissionen ausgestoßen werden. Bei atmosfair gibt es auch einen Airline Index und einen Co2 Rechner nach dem Goldstandard, wo auch gleich kompensiert werden kann.
 
Nachhaltige Unterkunft
Achte auch am Zielort auf Nachhaltigkeit. Das beginnt mit der Wahl des Hotels. Green Business Hotel achten auf Müllvermeidung und Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen, bis hin zu Trinkwasserspendern, ökologischen Waschmitteln und biologisch angebauten Lebensmitteln im Restaurant. Ein grünes Hotel erkennst du z.B. am Gütesiegel „Eco Hotels Certified“, davon gibt es über 90 in Europa. 
 
Spare Ressourcen in der Unterkunft
Achte in der Unterkunft auf einen bewussten Umgang mit den Ressourcen. Schalte zum Beispiel die Klimaanlage bzw. Heizung und das Licht aus, wenn du dich nicht in der Unterkunft befindest. Verwende Handtücher mehrmals. Verzichte auf die kleinen Probiergrößen von Shampoo & Co. Und bestelle die tägliche Zimmerreinigung ab.
 
Mobilität auf der Dienstreise
Fahr am Ankunftsort mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder nutze ressourcenschonende Angebote wie Carsharing, Ridesharing, Stadträdern oder E-Scootern statt einen Mietwagen. Und wenn es unbedingt ein Mietauto sein muss, wähle einen Autovermieter, der emissionsarme Modelle mit Hybridantrieb anbietet aus.
 
Reisen papierlos abwickeln
Versuche Ausdrucke von Rechnungen und Buchungen zu vermeiden. 
 
Nutze Ausgleichsprogramme 
Sowohl Airlines als auch gemeinnützige Institutionen bieten die Möglichkeit, den CO2-Fußabdruck deiner Flüge zu berechnen – und in Klimaschutzprojekte zu investieren. 

#37 QUICK-TIPP Nachhaltige Werbemittel

 WERBUNG KANN AUCH GRÜN SEIN

Über Geschenke freut sich ja bekanntlich jeder. Das gilt auch für deine Kundschaft. Die Kunst steckt jedoch in der richtigen Auswahl des Werbegeschenks. Und das ist gar nicht so einfach. 
 
Wir haben unser Mitglied Manfred Janek, Geschäftsführer von kw open, dem Marktführer für ökologische Werbeartikel in Vorarlberg gefragt, worauf du bei der Wahl deiner Werbeartikel achten sollst:

  1. Kaufe wiederverwendbare Give-Aways, keine Wegwerfartikel.
  2. Wähle Produkte aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen aus (wenn möglich Bio) – auch bei der Verpackung.
  3. Achte besonders bei Textilien auf Bio und Fairtrade.
  4. Verwende recycelte Produkte, diese sparen Rohmaterialien (z. B. bei Textilien, Taschen).
  5. Achte auf die Transportwege  Österreich und Europa statt Fernost.
  6. Wähle Produkte aus zertifizierten Quellen.

Die 5 größten Ökoschwindel der Werbeartikelbranche:

  1. Der Kunststoff ist ökologisch, da »recycelbar«.
  2. Unsere Textilien sind nachhaltig – wir haben »Ökotex«.
  3. Unsere Electronics haben Bambusgehäuse – wir sind öko.
  4. Wiederverwendbare Trinkflaschen aus Aluminium sind nachhaltig.
  5. Wir sind klimaneutral, also umweltfreundlich.

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