Vom Träumen, Tauchen und Fliegen

Claudia Bruckschwaiger, Foto: Foto Flausen, Andreas Brandl
Claudia Bruckschwaiger, Foto: Foto Flausen, Andreas Brandl

UX-Expertin, 3D-Designerin, Taucherin: Diese Frau ist ein Multitalent. Bereits während ihres Multimdia-Art-STudiums hat die gelernte Kommunikationsdesiginerin als Consultant und Freelancer gearbeitet. 2007 folgte sie mutig ihrer Vision – und zog mit Sack und Pack nach Ägypten! Ihr abenteuerliches Ziel: die Riffe des Roten Meeres vermessen, um gemeinsam mit einem 15-köpfigen Team die Tauchplanungssoftware Reef Interactive zu entwickeln. Gesagt, getan!

Zurück in Europa, ging es zunächst als Senior UI/UX-Expertin zu den großen Game-Schmieden in Berlin und Hamburg. Heute berät die begeisterte Rucksack-Travelerin erfolgreich StartUps und Unternehmen, entwickelt nutzerzentrierte Software und ist nebenbei auch noch Funktionärin in der Regionalleitung der Grünen Wirtschaft Salzburg. Wir finden: wer soviel erlebt hat, gehört #vordenvorhang!

Claudia, du hattest schon mit 20 dein erstes Unternehmen. Wie kam es dazu?

Claudia Bruckschwaiger: Eigentlich ist das eher passiert. Durch Zufall habe ich in der HTL aufgrund eines gewonnenen Wettbewerbs meinen ersten Auftrag bekommen. Warum ich dabei geblieben bin? Weil ich tun will, was mir wirklich Spaß macht, so wie es mir Spaß macht. Und wenn es diesen Job nicht gibt, dann muss ich ihn mir eben machen ?

Was bedeutet Selbständigkeit für dich?

Die Freiheit, die eigene Vision umzusetzen oder immer viele unterschiedliche KundInnen unterstützen zu können, immer an neuen Konzepten arbeiten zu können, macht es wohl aus. Ich habe eine Achterbahnfahrt hinter mir, mit allen Höhen und Tiefen, die man sich nur denken kann. Am Ende zählt aber, dass man nach jedem Fall wieder aufsteht, den Staub abklopft, wertschätzt was man gelernt hat und den nächsten Schritt geht.

Claudia Bruckschwaiger
Mentorin für junge GründerInnen: Claudia Bruckschwaiger beim „Startup Live“-Event

Was ist „grün“ an deinem Unternehmen?

Viele sehen in StartUps oder Software so gar nichts Grünes. Mir ist es wichtig Menschen zu vermitteln, dass sie erst wissen müssen, was sie in der Arbeit wirklich glücklich macht. Und das ist bei Selbständigen oder UnternehmerInnen noch viel wichtiger, denn da kommt es vor allem auf die Selbstmotivation und -organisation an. Macht man da etwas halbherzig oder nur wegen des Profites, kann man die tiefen Täler, die jedes UnternehmerInnentum mit sich bringt, nur sehr, sehr schwer meistern. Aber nur in Kombination mit wirtschaftlich stabilen Monetarisierungskonzepten kann man auch ein nachhaltiges Unternehmen aufbauen. Meine Vision und mein grüner Beitrag sind es, Menschen dabei zu unterstützen, der eigene Vision Flügel zu verleihen und sie in ein nachhaltiges, wirtschaftlich stabiles Unternehmen zu verwandeln, in dem man die Herausforderungen unserer Zeit als Chance sieht.

Welche Tipps gibst du jungen UnternehmerInnen?

Die Kombination aus Vision, Selbstwert und einem guten Businessmodell sind die Eckpfeiler, die es mir wichtig sind zu vermitteln. Zudem verändert sich unsere Gesellschaft und die Bedürfnisse der Menschen gerade besonders schnell. Ein unumkehrbarer, immer schneller voranschreitender Trend. Doch durch nutzerzentrierte Unternehmenskonzepte lassen sich ganz neue Wege finden innovativ, und dennoch grün, nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten.

Wofür brennst du als Unternehmerin?

Ich brenne dafür etwas zu verändern, zu gestalten! Besonders in dieser spannenden, herausfordernden Zeit mit eigenen Ideen und Visionen Menschen ganz neue Perspektiven zu zeigen und UnternehmerInnen auf ihrem individuellen Weg zu begleiten.

Claudia, vielen Dank für das Interview!

Das Interview führte Lina Bibaric.

Links:

www.achterbahndompteuer.com