Wir freuen uns! Eine unserer Forderungen wird ab sofort in Linz umgesetzt – das Bestbieterprinzip! Das ist ein großer Schritt für mehr Beteiligung von regionalen klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) bei städtischen Auftragsvergaben.  »Ich freue mich, dass die Stadt mit der Umstellung vom Billigst- auf das Bestbieterprinzip ein Bekenntnis zur Förderung der regionalen Betriebe ablegt und damit zu einer ökologischen und sozial verträglichen Beschaffung beiträgt«, sagt Bernhard Seeber, Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft Linz.

Geiz ist eben nicht mehr geil

Hauptsache billig –  diese Vorgabe ist bei der Vergabe von Aufträgen bisher im Mittelpunkt gestanden. Die Konsequenz: lokale Unternehmen hatten immer wieder das Nachsehen. So wurden aus Preisgründen regelmäßig Produkte aus dem Ausland gekauft, die heimische Unternehmen ebenfalls angeboten hätten.

Bestbieterprinzip fördert Regionalwirtschaft

Mit der Umsetzung des Bestbieterprinzips quer durch alle Beschaffungs-Bereiche und Wertgrenzen soll sich das ändern. »Die Profiteure sind die kleinen und mittleren Betriebe und somit die regionale Wirtschaft. Dass es Bemühungen gibt, damit sich auch die Firmen der Unternehmensgruppe Linz zum Bestbietermodell bekennen, ist begrüßenswert«, sagt Seeber.

Gütesiegel für mehr Nachhaltigkeit

Besonders erfreulich ist, dass auch ökosoziale Beschaffungskriterien, wie kurze Transportwege und verschiedene Gütesiegel, mitberücksichtigt werden. Hier nimmt die Stadt Linz seit Jahren eine Vorreiterrolle ein. Um die Teilnahme an den Vergabeverfahren zu erleichtern, werden Musterkataloge für die Formulierung von Ausschreibungskriterien herangezogen.

»Dazu wurde in den vergangenen Monaten ein gutes Konzept ausgearbeitet, das für den Magistrat verpflichtend anzuwenden ist«, erläutert Seeber. Zu finden sind alle Informationen rund um das Bestbieterprinzip auf der Website der Stadt Linz. Vorausgegangen ist der Umstellung ein gemeinsamer Gemeinderatsantrag der Grünen und der ÖVP, der im Stadtparlament eine breite Mehrheit gefunden hatte.