Grüne Wirtschaft Tirol besucht EGGER in St. Johann und informiert sich über den nächsten Schritt auf dem Weg zur fossilfreien Produktion
Was 1961 mit der Produktion von Rohspanplatten und 28 Mitarbeitenden begann, ist heute ein weltweit tätiger Komplettanbieter der Holzindustrie mit mehr als 12.000 Beschäftigten an 22 Standorten in elf Ländern. Allein am Stammsitz in St. Johann arbeiten rund 1.200 Menschen.
Wie sich industrielle Produktion, Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energie miteinander verbinden lassen, stand im Mittelpunkt eines Besuchs der Grünen Wirtschaft Tirol bei EGGER in St. Johann. Gemeinsam mit Nationalrätin Barbara Neßler, dem Fieberbrunner Vizebürgermeister Hannes Fleckl und dem Grünen Bezirkssprecher Matthias Schroll informierte sich die Delegation über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Recycling und Energieversorgung.
EGGER setzt seit Jahren auf eine möglichst effiziente Nutzung der Ressource Holz und auf die Wiederverwertung von Altholz. Mit einem neuen Kraftwerk geht das Unternehmen nun einen weiteren Schritt: Das im Frühjahr 2026 in Betrieb genommene Kraftwerk verfügt über einen Dampfkessel und eine Kraft-Wärme-Kopplung und nutzt biogene Brennstoffe zur Erzeugung von Wärme und Strom. Die Energie wird für die eigenen Produktionsprozesse eingesetzt. Nach Unternehmensangaben sollen damit rund 70 Prozent des Energiebedarfs am Standort abgedeckt werden.
Gleichzeitig schafft das neue Energiesystem die Voraussetzung dafür, künftig auch die umliegenden Gemeinden mit zusätzlicher nachhaltiger Fernwärme zu versorgen.
„Innovative Industrie und Klimaschutz müssen kein Widerspruch sein. Der Standort St. Johann zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in moderner Technologie, Kreislaufwirtschaft und erneuerbarer Energie steckt“, betont Nationalrätin Barbara Neßler.
Für die Grüne Wirtschaft Tirol ist die Entwicklung ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Tirol. Nachhaltige Produktion, regionale Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze seien keine Gegensätze, sondern könnten gemeinsam gedacht werden. Mit dem neuen Energiesystem setzt EGGER nach eigener Darstellung einen weiteren technischen Schritt auf dem Weg zu einer möglichst fossilfreien industriellen Produktion.
Im Bild v.l.: Mario Sevignani Werksleiter Verkauf, Evelyn Huber Grüne Wirtschaft, Vizebürgermeister Hannes Fleckl, Krista Sommer Regionalsprecherin GW Tirol, Grüner Bezirkssprecher Matthias Schroll, NRin Barbara Neßler, Johannes Salvenmoser unser Werksleiter Technik.
Bildnachweis: Grüne Wirtschaft Tirol
