David gegen Goliath? Die Film- und Musikwirtschaft fordert faire Abgaben von Streaming-Riesen
Die Film- und Musikwirtschaft – angeführt von Grünen Obmenschen in Wien und im Bund – wehrt sich gegen große Streaminganbieter und Privat-TV-Sender. In einer großangelegten Kampagne fordern sie multinationale Konzerne auf, ihre in Österreich erzielten Einnahmen auch hier zu reinvestieren – durch eine sogenannte „Investment Obligation mit Levy“, die Anbieter wie Netflix oder Disney+ ver wie auch TV Sender pflichtet, einen Teil ihrer Umsätze in lokale Film- und Serienproduktionen oder in Infrastruktur und Nachwuchs zu investieren oder eine entsprechende Abgabe zu leisten.
Ungleiche Spielregeln
Denn in der Filmbranche läuft es wie in vielen anderen Bereichen: Heimische Unternehmen bilden Nachwuchs aus, zahlen Steuern, investieren – globale Player zahlen nichts und streichen die Gewinne ein. Gerade die Filmbranche ist längst international vernetzt und steht auch im internationalen Standortwettbewerb. 13 EU-Länder haben bereits eine solche Investition in Brancheninfrastruktur eingeführt. Solange Österreich hier nachhinkt, sind heimische Filmfirmen im Nachteil – genau das will die Kampagne ändern.
Keine Abwanderung zu befürchten
Die Sorge, Streaming-Anbieter könnten sich deshalb aus Österreich zurückziehen, ist unbegründet: In keinem EU-Land, das diese Maßnahmen eingeführt hat, ist das tatsächlich passiert. Auch die Höhe der Abo – Gebühren ist vollkommen unabhängig davon, ob es eine Investment Obligation gibt oder nicht.
Der Nutzen für Österreich
Mehr Investitionen in heimische Produktionen bedeuten einen stabileren Markt, neue Arbeitsplätze, bessere Auslastung für Filmstudios und Dienstleister, zusätzliche Steuereinnahmen und mehr Know-how im Land – der Medienstandort Österreich wird gestärkt.
Politische Rückendeckung
Minister Babler hat im Sommergespräch versprochen, sich beim Koalitionspartner für eine rasche Umsetzung einzusetzen. Die Film- und Musikwirtschaft wird daher weiterhin geschlossen als Branche dafür eintreten.
Österreich ist längst ein wichtiger internationaler Produktionspartner – damit das so bleibt, müssen auch Streamingdienste und Sender ihren Teil dazu beitragen.
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