Am 25. Juni lud die Grüne Generation Plus Kärnten zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion unter dem Titel „Das kann ja heißer werden“ in das Landesarchiv Klagenfurt. Das große Interesse zeigte sich bereits vor Beginn der Veranstaltung: Trotz sommerlicher Temperaturen war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt.

Unter der Moderation der Obfrau der Grünen Generation Plus Kärnten, Brigitta Luchscheider, diskutierten ausgewiesene Expert:innen über die zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel und mögliche Lösungsansätze. Am Podium vertreten waren der Meteorologe Mag. Gerhard Hohenwarter, der Umweltmediziner Dr. Hans-Peter Hutter, die Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin Prof.in Dr.in Eva Schwab, der Klimabeauftragte des Landes Kärnten Dr. Markus Kottek, Mag. Harald Jost vom Referat für Schöpfungsverantwortung sowie der Unternehmer und ehemalige Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft Kärnten Markus Ertel.

Mag. Gerhard Hohenwarter machte deutlich, dass sich die Auswirkungen des Klimawandels bereits heute in deutlich intensiveren Temperaturspitzen und häufigeren Hitzewellen bemerkbar machen. Diese seien im Durchschnitt bereits um zwei bis vier Grad wärmer geworden.

Dr. Hans-Peter Hutter beleuchtete die gesundheitlichen Folgen extremer Hitze. Neben den Temperaturen selbst seien vor allem die Dauer von Hitzewellen und die Luftfeuchtigkeit entscheidende Faktoren für die Belastung des menschlichen Organismus.

Wie klimaresiliente Städte künftig gestaltet werden können, zeigte Prof.in Dr.in Eva Schwab anhand konkreter Beispiele aus Graz. Sie präsentierte Maßnahmen zur Entsiegelung und Begrünung urbaner Räume, die wesentlich dazu beitragen können, Städte zu kühlen und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Dr. Markus Kottek stellte den Hitzeschutzplan des Landes Kärnten vor und erläuterte die bereits umgesetzten sowie geplanten Maßnahmen zum Schutz besonders betroffener Bevölkerungsgruppen.

Einen wirtschaftlichen und technologischen Blickwinkel brachte Markus Ertel in die Diskussion ein. Er verwies auf die Chancen der Künstlichen Intelligenz und erklärte, dass lokal betriebene KI-Lösungen das Potenzial hätten, den Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen Modellen deutlich zu reduzieren.

Mag. Harald Jost berichtete über Initiativen und Kooperationen der katholischen Kirche und hob die Bedeutung öffentlich zugänglicher, kühler Rückzugsorte hervor. Kirchen könnten dabei einen wichtigen Beitrag leisten und als offene Schutzräume für alle Menschen dienen.

Im Anschluss nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, Fragen an die Expert zu richten und ihre Anliegen einzubringen. Bei kühlen Getränken wurde die Diskussion im Foyer noch lange fortgesetzt.

Hier einige Eindrücke von der Veranstaltung:

Fotos: Grüne Wirtschaft