Am 9. Juni fand um 18:30 Uhr wieder unser Salon für Unternehmer:innen in Kooperation mit dem Grünen Grazer Gemeinderatsklub statt. Thematisch ging es diesmal um Start-ups: Im gemütlichen Ambiente von Omas Teekanne sprachen drei Jungunternehmer:innen mit dem Moderator Christian Kozina-Voit über ihren Firmen und den Chancen und Herausforderungen, denen sie aktuell begegnen.
Michael Fuchs, gründete gemeinsam mit Gerhard Dorn edventure Studios GmbH, ein Start-up, das mithilfe von Gamification einen spielerischen Zugang zu Mathematik ermöglicht. In einem mathematischen Garten können Aufgaben gelöst werden, um die Pflanzen zum Wachsen und Gedeihen zu bringen. Zusätzlich stehen Tutor:innen und Expert:innen den Schüler:innen zur Seite. Somit ist die Firma sowohl Nachhilfeinstitut als auch Game-Studio. Herausfordernd sei für sie aktuell die Entwicklung eines Marketingkonzepts, um unabhängiger von Förderungen zu werden.

Von Herausforderungen anderer Art, wie etwa Umweltschutzaspekten oder lokalen Partnerschaften in von Krisen betroffenen Regionen berichtete Andrea Pavlovec-Meixner, Gründer:innen von LumoBag. Ziel des Unternehmens, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Radko Pavlovec gründete, ist es sogenannte LumoBags, die aus reflektierendem Aluminium bestehen in Regionen mit viel Sonneneinstrahlung (z. B. in Wüstenregionen) auszulegen. Dadurch werden Sonnenstrahlen reflektiert bevor sie auf der Erdoberfläche in Wärme umgewandelt werden. Durch die damit verbundene Erhöhung der Erd-Albedo würde die Erderwärmung eingedämmt werden. Die LumoBag-Reflexionsflächen sind beliebig skalierbar und vollständig reversibel, sie haben geringste Auswirkungen auf die Biodiversität und sind bei Verlegung in Wüstengebieten höchst effizient.

Vom Verhaltensbiologiestudium zum eigenen Unternehmen: Davon berichtet Dominique Waddoup, die BirdShades Innovations GmbH gründete. Sie entwickelte eine Folie für Glasfassaden, die Vögel als gestreift wahrnehmen, aber fürs menschliche Auge unsichtbar ist. Somit kann ein Großteil der Vögel vor Kollisionen bewahrt werden, während sich für die Hausbesitzer an der Optik der Fassade nichts ändert. Bei vielen Bauten sind große Glasflächen weiterhin Teil der Architektur, und Studien zeigen, wie effektiv der Schutz der Vögel dank der Beklebung ist. Herausfordernd ist die Situation, wie österreichische Behörden mit Innovation umgehen, da wissenschaftliche Publikationen für Behörden meist kaum relevant sind, auch, wenn diese von einer großen wissenschaftlichen Community überprüft wurden.

Nach den spannenden Einblicken in die Unternehmen und den zahlreichen Fragen gab es auch noch Zeit für den persönlichen Austausch und das Netzwerken vor Ort.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden und freuen uns auf den nächsten Salon für Unternehmer:innen im Herbst.
