Brücken zwischen Kunst, Natur und Gesellschaft

Foto: Norbert Kopf

Monika Toplev ist seit über zehn Jahren freischaffende Künstlerin und Mutter von zwei Kindern. Ihre Bilder behandeln Themen wie Natur und Mensch, Wandel, Erinnerung, Verletzlichkeit und innerer Kraft und sind geprägt von Farbstärke, Struktur und Intuition.

Ihre Galerie Toplev in Salzburg wurde 2004 von Monikas Mann Nikola Toplev gegründet, der selbst als Künstler nordmazedonischer Abstammung tätig war. Nach seinem viel zu frühen Tod im Jahr 2013 führte Monika die Galerie Toplev alleine weiter. Die Frage, ob sie die Galerie fortsetzen soll, stellte sich für sie kaum – es war ein natürlicher Schritt.

Das Besondere an der Galerie Toplev? Ihre authentische Nähe zu Entstehung der Kunst und zu den Kunstschaffenden. In der Galerie Toplev ist eine Begegnung mit Kunst möglich, die über reines Betrachten hinausgeht.

Was hat dich inspiriert, dich selbstständig zu machen?

Monika Toplev: Meine Selbstständigkeit war ein natürlicher Schritt: Kunst ist für mich nicht nur Ausdruck, sondern Lebensform. Nach dem Tod meines Mannes habe ich intensiver zu malen begonnen und meinen eigenen Weg gefunden. Die Galerie weiterzuführen und als Raum für meine Werke und für den Austausch mit anderen Menschen zu gestalten, war für mich gleichzeitig eine persönliche und künstlerische Entscheidung. Es ging darum, Eigenes sichtbar zu machen und Verantwortung für meinen Weg zu übernehmen.

Was ist »grün« an deinem Unternehmen?

Foto: Norbert Kopf

Monika Toplev: »Grün« ist für mich in der Kunst ein bewusster Umgang mit Materialien: Ich arbeite ressourcenschonend, nutze Farben bis zum letzten Rest, verarbeite Pinselwasser oder Farbreste und verwende auch unbehandelte Leinwände oder Pigmente. Die Natur ist nicht nur Thema meiner Werke – sie ist auch Teil des Materials.

Außerdem möchte ich mit meinen Bildern Menschen die Schönheit, Verletzlichkeit und Kraft der Natur nahebringen und so Bewusstsein schaffen.

Wofür brennst du als Unternehmerin?

Monika Toplev: Ich brenne dafür, mit meiner Kunst Menschen zu berühren, Gespräche anzustoßen und Brücken zwischen Kunst, Natur und Gesellschaft zu bauen. Mich fasziniert der Moment, wenn Farbe, Struktur und Thema zusammen eine Tiefe entfalten, die über mich selbst hinausgeht.

Gleichzeitig liebe ich es, Räume zu schaffen, in denen Begegnung möglich wird – sei es in meiner Galerie, bei Ausstellungen oder im Dialog mit Besucher:innen.

Foto: Norbert Kopf

Vielen Dank für das Interview!

 

Das Interview führte Michaela Pasterk 

Links:

Website: https://www.gallerytoplev.com/
Instagram: @gallerytoplev
Facebook: galerietoplev

 


Fotocredit Titelbild: Norbert Kopf