Du möchtest dein eigenes Einpersonenunternehmen gründen, weißt aber noch nicht genau, wie das geht? Wir helfen dir – mit unserem Wegweiser zu deinem Ein-Personen-Unternehmen beantworten wir deine wichtigsten Fragen.

Der Vier-Punkte-Plan der Gründung

Schritt 1: Zur Wirtschaftskammer gehen.

Damit dein Einstieg in die Selbstständigkeit reibungslos funktioniert, lass dich von ExpertInnen der Wirtschaftskammer beraten. Dort kannst du alle deine Fragen stellen und gemeinsam deine Pläne erarbeiten. Hier geht’s zum EPU-Portal der Wirtschaftskammer >>

→ Tipp: Wusstest du, dass mit dank des österreichischen Neugründungsförderungsgesetzes keine Gebühren für Beantragung und Anmeldung deines Unternehmens zahlen musst? Auch die Gerichtsgebühren für die Eintragung ins Firmenbuch und das Grundbuch fallen weg!

Schritt 2: Gewerbe anmelden.

Melde dein Gewerbe bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde – also der Bezirkshauptmannschaft oder dem Magistrat – dort an, wo dein Unternehmen zu Hause ist. Folgende Unterlagen solltest du dabei haben:

  • Gültigen Reisepass oder Geburtsurkunde
  • Staatsbürgerschaftsnachweis bzw. zur Gewerbeausübung erforderlicher Aufenthaltstitel bei Drittstaatsangehörigen
  • Heiratsurkunde (nur, wenn der aktuelle Name vom Geburtsnamen abweicht)
  • Meldebestätigung

Weitere Infos zur Gewerbeanmeldung findest du auf der Website der Wirtschaftskammer >>

→ Tipp: Solltest du einem freien Gewerbe nachgehen, kannst du die Gewerbeanmeldung auch elektronisch einreichen. Eine Liste der freien Gewerbe findest du hier >> 

Schritt 3: Sozialversicherung anmelden.

Nachdem dein Unternehmen kommunal erfasst ist, musst du es bei der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft anmelden. Damit bist du Kranken-, Pensions- und Unfallpflichtversichert. Du kannst dich von den Beiträgen für Kranken- und Pensionsversicherung befreien, nicht aber von der Unfallversicherung. Achtung: Die Pflichtversicherung unterstützt dich nicht bei Arbeitslosigkeit! Hier geht’s zur Website der österreichischen Sozialversicherung >>

→ Tipp: Als Neu-UnternehmerIn wirst du die ersten drei Jahre begünstigt – deine Sozialversicherungsbeiträge werden dir geringer verrechnet auf Basis einer so genannten Mindestbeitragsgrundlage. Diese liegt derzeit bei 130,85 Euro für neue Selbstständige und 170,85 Euro für neue Selbstständige. Aber Achtung! Im dritten Jahr werden deine Beiträge wieder auf Normalhöhe angehoben. Schau also, dass du genug Rücklagen für das dritte Betriebsjahr hast! Mehr Infos zum verflixten vierten Jahr >>

Schritt 4: Beim Finanzamt registrieren.

Im letzten Schritt meldest du innerhalb eines Monats ab Beginn deiner Tätigkeit dein Unternehmen beim Finanzamt an. Hier ist jenes Wohnfinanzamt zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich dein Unternehmensstandort fällt. Über einen Fragebogen wird zunächst dein erwartbarer Umsatz ermittelt. Danach wird deine steuerliche Veranlagung, also dein Einkommenssteuersatz, berechnet. Nachdem du eine Steuernummer beantragt hast, bekommst du dann dein Steuerkonto zugewiesen.Von diesem werden künftig alle Zahlungen an das Finanzminsterium abgebucht.

→ Tipp: EinzelunternehmerInnen können ihre Gründung und Finanzamtsregistrierung auch via eGründung über das Unternehmensserviceportal (USP) abwickeln. Hier findest du alle Infos zur eGründung >>

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