• Was ist Crowdfinancing?
  • Warum Crowdfinancing bei der Grünen Wirtschaft?
  • Was sind Vereinszweck, Aktivitäten und Ziele der Grünen Wirtschaft?
  • Wie ist die wirtschaftliche Situation der Grünen Wirtschaft?
  • Wie sind hoch sind Erfolgsaussichten und Risiko?

Was ist Crowdfinancing?

Crowdfinancing und Crowdfunding (CF) sind alternative Instrumente, um Geld für die Finanzierung von Projekten und Unternehmensideen einzusammeln. Viele Menschen (die »Crowd«) unterstützen dabei direkt ein Projekt oder Unternehmen mit relativ kleinen Beträgen. Sie bestimmen damit selbst, wo ihr Geld investiert ist. Tragen das unternehmerische Risiko mit. Unterstützen die/den Unternehmer/in – und bekommen im Erfolgsfall ihr Kapital entsprechend verzinst retour.

Echte Alternative

Crowdfinancing ist eine Alternative zu den restriktiven Kreditvergabe-Kriterien der Banken (»Basel II+III«), die eine Fremdfinanzierung für viele kleine Unternehmen und Starts-Ups sehr erschweren beziehungsweise unmöglich machen.

Umgekehrt suchen auch InvestorInnen neue Möglichkeiten, mit ihrem Geld selbstbestimmt, eigenverantwortlich und risikobewusst umzugehen und damit sinnvolle Projekte zu unterstützen. Die Umsetzung von CF stößt derzeit noch auf zahlreiche Hindernisse, da insbesondere die rechtlichen Rahmenbedingungen ausschließlich auf den klassischen Kapitalmarkt zugeschnitten sind.

Die Grüne Wirtschaft …

  • begrüßt Crowdfunding und Crowdfinancing als eine Alternative zum traditionellen Kapitalmarkt;
  • setzt sich dafür ein, CF-Modelle zu erproben und weiterzuentwickeln;
  • fordert, die gesetzlichen, institutionellen und organisatorischen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass neue, kleinunternehmerfreundliche Finanzierungsmodelle einfach und sicher realisiert werden können;
  • informiert über CF und unterstützt die Diskussion zwischen den Stakeholdern.

Warum Crowdfinancing bei der Grünen Wirtschaft?

Wahlkampf kostet Geld. Viel Geld. Denn im Wahlkampf wollen wir möglichst viele Wirtschaftstreibende ansprechen, unsere Ideen präsentieren und zum Diskurs einladen. Deshalb setzen wir wie schon bei der letzten Wirtschaftskammerwahl 2015 auch bei der kommenden Wahl 2020 auf Crowdfinancing.

Wenn auch du die Grüne Wirtschaft weiterhin als starke Stimme für EPU, Klein- und Öko-Unternehmen in der Wirtschaftskammer unterstützen willst, bist du herzlich eingeladen, dich mit einem Betrag zwischen 500 und 10.000 Euro an der Wahlkampagne der Grünen Wirtschaft zu beteiligen. Wir bedanken uns bei allen DarlehensgeberInnen mit einer Verzinsung in der Höhe unseres Stimmenzuwachses im Vergleich zur letzten Wahl!

Was sind Vereinszweck, Aktivitäten und Ziele der Grünen Wirtschaft?

Die Grüne Wirtschaft ist ein gemeinnütziger Verein mit Landesgruppen in allen Bundesländern, die Organisationseinheiten des Vereins, aber keine selbständigen Gruppierungen sind. Die Arbeit des Vereins wird getragen von rund 80 ehrenamtlichen, gewählten FunktionärInnen und von 18 in unterschiedlichem Zeitausmaß tätigen MitarbeiterInnen. Die Führung des Vereins erfolgt durch den Vorstand und die Geschäftsführerin, in den Landesgruppen durch die jeweiligen Landesleitungen.

Die Grüne Wirtschaft ist auch eine Fraktion in der Wirtschaftskammer. Rund 400 MandatarInnen sind derzeit für die Grüne Wirtschaft tätig. Ein wesentlicher Arbeitsbereich der Grünen Wirtschaft sind die verschiedensten Gremien der Wirtschaftskammer – von den Fachgruppen und Innungen bis zu den Wirtschaftsparlamenten.

Darüber hinaus unterstützt die Grüne Wirtschaft den Wandel zu einem ökologisch und sozial nachhaltigen Wirtschaftssystem. In unserem Think Tank werden die inhaltlichen Grundlagen analysiert und aufbereitet und diese in zahlreichen Veranstaltungen und Projekten diskutiert und verbreitet.

Wie ist die wirtschaftliche Situation der Grünen Wirtschaft?

Entsprechend teilen sich auch die Aufwände der Grünen Wirtschaft auf die folgenden Positionen auf:

  • Gehälter für MitarbeiterInnen: 35%
  • Funktionsentschädigungen für FunktionärInnen: 15%
  • Bürokosten: 17%
  • Gremialkosten: 6%
  • Sachkosten für Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Projekte: 27%

AKTUALISIEREN Die Vereinseinnahmen betrugen im Jahr 2013 rund 1,17 Millionen Euro. Knapp 95% davon stammen aus der Wählergruppenförderungen, die die Wirtschaftskammern an die Fraktionen ausschütten. Der Rest sind Mitgliedsbeiträge (rund 30.000 Euro), Anteile an Funktionsgebühren, die MandatarInnen der Grünen Wirtschaft von den Wirtschaftskammern erhalten (knapp 20.000 Euro) und Erlöse aus Veranstaltungen und Kostenbeteiligungen (rund 14.000 Euro).Ein allfälliger Überschuss im Jahresabschluss wird den Rücklagen zugewiesen. Diese betrugen per 31. 12. 2013 insgesamt knapp 600.000 Euro. Die Grüne Wirtschaft legt Wert auf eine ausgeglichene Gebarung – bis dato in jedem Jahr mit leichten Überschüssen.

Und wir legen Wert auf Transparenz. Daher veröffentlichen wir schon seit 2010 unsere Rechnungsabschlüsse. Die Bilanzen der Grünen Wirtschaft findest du hier. Gerne stehen wir für weiterführende Fragen und Informationen zur Verfügung. Kontakt zu uns 

AKTUALISIEREN  Die Bilanz des Jahres 2013 wird Ende November von der Generalversammlung der Grünen Wirtschaft durch eine Entlastung des Vorstandes zur Kenntnis genommen und dann sofort auf unserer Website publiziert.

AKTUALISIEREN Die Wahlkampffinanzierung erfolgt aus dem laufenden Budget, mit den Rücklagen, durch die Wahlkampfkosten-Rückerstattung, die von den Wirtschaftskammern an die wahlwerbenden Gruppen ausgeschüttet werden (Anteil der Grünen Wirtschaft im Jahr 2010: 324.000 Euro) und durch Fremdkapital. Dieses wollen wir erstmals durch Crowdfinancing aufbringen.

Wie hoch sind Erfolgsaussichten und Risiko?

AKTUALISIEREN  Die Grüne Wirtschaft ist im Jahr 2000 das erste Mal bei den Wirtschaftskammerwahlen angetreten. Seitdem geht es immer bergauf! Wir konnten bei allen nachfolgenden Wahlen Stimmen und Mandate dazu gewinnen. Derzeit haben wir bundesweit einen Stimmenanteil von 5,74% (siehe Wahlergebnis 2010). Nicht zuletzt aufgrund der Grünen Wahlerfolge der letzten Zeit und unserer sehr guten Vorbereitung gehen wir davon aus, dass wir unsere Stimmen- und Mandatsanteile weiter ausbauen können. Höhere Stimmen- und Mandatsanteile bedeuten auch eine höhere Wählergruppenförderung, aus denen wir die Crowdfinancing-Darlehen zurückzahlen werden.

Obwohl sich die Grüne Wirtschaft immer für eine klare gesetzliche Regelung der Wählergruppenförderung der Wirtschaftskammern eingesetzt hat und weiterhin einsetzt, hat dies der ÖVP-Wirtschaftsbund bisher stets abgelehnt. Daher ist eine eindeutige und präzise Prognose über die Höhe der Wählergruppenförderung nicht möglich. Diese wird mit Mehrheitsbeschluss festgelegt. Orientierung bieten nur die bisherigen Usancen.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass wir nicht dazugewinnen bzw. sogar Prozente verlieren, werden wir die Aktivitäten der Grünen Wirtschaft soweit einschränken, dass wir alle Darlehen bedienen können.

Natürlich kann der Verein Grüne Wirtschaft im Extremfall auch in Konkurs gehen. In diesem Fall kann es aufgrund der Nachrangigkeit der Crowdfinancing-Darlehen zu Verlusten bis zu einem Totalausfall für unsere InvestorInnen kommen. Nachrangigkeit bedeutet, dass die Darlehensgeber unter allen GläubigerInnen, die Forderungen an die Grüne Wirtschaft haben, als letztes bedient werden. Diese Regelung verlangt die Finanzmarkt-Aufsicht derzeit von allen Betreibern solcher Crowdfinancing-Projekte.

Das Konkursrisiko der Grünen Wirtschaft ist aber derzeit selbst bei vorsichtiger Bewertung als sehr gering anzusehen.