Donnerstag 16. August 2018
Grätzel-Werk-Stadt No 3

Kennst du die Nachbarschaft?

Stell dir einmal vor, Du wohnst schon seit einiger Zeit in einem Grätzl, kennst aber nur wenige deiner NachbarInnen. Du wolltest das schon länger ändern, aber irgendwie fehlt bis heute die Gelegenheit.

 

Dann kann dir jetzt geholfen werden. Zumindest, wenn du in Gersthof wohnst. In diesem schönen Teil von Währing gibt es nämlich seit Kurzem das »Cafe Nachbarin«, das genau diesem Zweck dient.

Natürlich ist das nicht wirklich neu, denn Kaffeehäuser hatten schon immer diesen Zweck, selbst wenn wir nicht alle einen Stefan Zweig in unserer Nachbarschaft haben.

Das Cafe Nachbarin (1) ist aber anders als traditionelle Kaffeehäuser. Es war bis vor Kurzem ein Büro im Erdgeschoß, an der Ecke der Herbeckstraße, mit großen Glasfenstern in die Alseggerstraße. Die drinnen haben sich immer gefragt, wer denn da draußen vorbei geht. Und so neugierig hinein schaut. (2)

Aus dieser Neugier entstand die Idee: Das Büro wollen wir ohnehin verlegen. Und der Mietvertrag läuft noch ein paar Jahre.

Wir machen ein Café. Für uns und die Nachbarschaft. Mit den alten Küchenmöbeln vom Opa und einer Spielecke für Kinder. (3) Für Alt und Jung. (4)

Selbstverständlich gibt es erstklassigen Kaffee (5), verschiedene Kräutertees und selbstgemachten Kuchen (6), den wir vor den Augen unserer Gäste backen. Wer will, kann auch mitbacken – berichten Magdalena, Sebastian, Daria und Andriy.

 

Jetzt hat es geöffnet, das Café Nachbarin, und es hat nicht nur faire Preise, sondern auch einen Fairteiler (7), also einen Kühlschrank, in den man Nahrungsmittel hineinstellen kann, die nicht mehr verbraucht werden und die sich diejenigen NachbarInnen holen können, denen es gerade finanziell nicht so gut geht.

Ach ja: Wasser gibt es gratis, mit ein paar Minzeblättern (8) oder anderen Kräutern, damit es noch frischer schmeckt, als das ohnehin schon frische Wiener Hochquellenwasser.

 

Bio gehört in solchen Lokalen heute schon zum Standard, regional auch und für den Kaffee im Vorübergehen gibt es selbstverständlich keine Plastikbecher.

Stattdessen gibt es einen Büchertausch-Schrank (9) und die Nachbarinnen und Nachbarn, die man eh schon immer mal kennenlernen wollte. (10)

Das ist jetzt leichter, und im Sommer wird es im neuen Schanigarten sicher noch etwas schöner.

Dafür ein herzliches Danke an die nette Crew des Café Nachbarin! (11)

Hans Arsenovic | © Christian Anderl
Hans Arsenovic

Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft Wien

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