Freitag 21. September 2018
Kampagne "Aufeinander schauen" der WKO

Peinliches Video der Wirtschaftskammer auf Kosten der Mitglieder?

5 Fragen an Dr. Mahrer
Cherubino/Creative CommonsDie Wirtschaftskammer hat unter dem Titel „Wir schauen auf Österreich“ eine Kampagne gestartet, die an Peinlichkeit kaum zu übertreffen ist. Unsere Bundessprecherin Sabine Jungwirth: „Ein Video, in dem dargestellt wird, dass es allen gut geht, wenn lange Arbeitstage zur Normalität werden und dies zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beiträgt, kann nur als vollkommen realitätsfremd bezeichnet werden. Dabei erleben wir Unternehmerinnen und Unternehmer tagtäglich, dass die Arbeitsleistung der MitarbeiterInnen bei überlangen Arbeitszeiten drastisch abnimmt.“ In Bezug auf die sicher kostspielige Kampagne hätten wir da einige Fragen ...

 

5 Fragen an Dr. Mahrer
  1. Wie hoch ist das Gesamtbudget für die Kampagne „Wir schauen auf Österreich“ und aus welchen Budgetmitteln wird diese bezahlt?
  2. Wie viel wurde für die Website https://wirschauenaufoesterreich.at/ ausgegeben?
  3. Wie viel hat das Video der Wow Wows „Aufeinander schauen“ gekostet?
  4. Gibt es über die Ausrichtung der Kampagne einen Gremialbeschluss innerhalb der Wirtschaftskammer Österreich? Wenn ja, wann und in welchem Gremium wurde der Beschluss gefasst?
  5. Welche weiteren Inhalte sind in Vorbereitung?
Wirtschaftskammer von ÖVP instrumentalisiert

 

Jungwirth ärgert sich auch über die parteipolitische Vereinnahmung der Wirtschaftskammer: „Die ÖVP und der Wirtschaftsbund instrumentalisieren wieder einmal die Wirtschaftskammer Österreich, um ihre Inhalte zu kampagnisieren. Die Mitglieder der Wirtschaftskammer finanzieren somit mit ihren Pflichtbeiträgen einseitige parteipolitische Inhalte. Dass es in der Wirtschaftskammer Österreich auch andere Meinungen gibt, wird nicht erwähnt."

 

Das wollen wir:

Jahresarbeitszeit-Regelung mit 35-Stunden-Woche

 

In klar eingegrenzten Zeiträumen sollte es möglich sein, die Tagesarbeitzeit auf bis zu 12 Stunden auszudehnen – vorausgesetzt, das wird in den Branchenkollektiv-Verträgen geregelt!

Vorteil:
So wird z.B. dem Handel in der Vorweihnachtszeit, der Kreativwirtschaft bei einer Wettbewerbsabgabe oder dem Tourismus in Ferienzeiten ihrer Anforderung nach der Abdeckung von Spitzenbelastungen Rechnung getragen.

 

Der Kollektivvertrag ist daher der richtige Ort, wo die Ausnahmen bei Mehrarbeit geregelt werden sollten. Als ständige Inanspruchnahme der Arbeitskraft von DienstnehmerInnen stellt der 12-Stundentag für die Grüne Wirtschaft jedoch keine geeignete Maßnahme dar. 
Sabine Jungwirth | © August Lechner
Sabine Jungwirth

Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft

 

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