Mittwoch 20. September 2017
Kammerreform: | Fr., 10. März 2017

Weitere Maßnahmen zur Entlastung der Kleinunternehmen notwendig. Demokratisierung offen.

Jungwirth: Weitere Verschlankung der Kammerstrukturen möglich durch Abschaffung der Fachgruppen. Einheitsgewerbeschein für alle freien Gewerbe und Demokratisierung offen.

Wien (OTS) - Die heute von Wirtschaftskammerpräsident Leitl präsentierten Vorschläge zur Kammerreform zielen insbesondere auf eine Absenkung der Kammerumlage 1 und 2 ab. Dabei werden vor allem größere Betriebe entlastet, wobei insbesondere die Absenkung der KU2, die sich bei den lohnbezogenen Abgaben auswirkt, tatsächlich ein sehr wichtiger Schritt ist. 

 

 Michael Dufek | facebook.com/dufitoon

© Michael Dufek | facebook.com/dufitoon


Auch das angekündigte Entfallen von Mehrfachmitgliedschaften in der gleichen Fachorganisation wird von der Grünen Wirtschaft begrüßt. „Dennoch wäre hier mehr möglich gewesen, wenn es im Zuge der Gewerbeordnungsnovelle zu einem „Einheitsgewerbeschein“ für alle freien Gewerbe gekommen wäre. Die vom ÖVP-Wirtschaftsbund dominierte Wirtschaftskammer hat dies aber verhindert. Gerade diese Maßnahme erscheint uns aber für die Ein-Personen- und Kleinunternehmen als besonders wichtig und wir werden weiterhin auf dieser Forderung beharren.“, sagt Sabine Jungwirth, selbst Unternehmerin und Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft. 


Ein wirklich großer Wurf in Sachen Wirtschaftskammerreform wäre außerdem noch viel weiter gegangen. „Eine echte Verschlankung der aufgeblähten Kammerstruktur würde durch die Abschaffung der Fachgruppen und ausschließlicher Vertretung der Brancheninteressen auf Fachverbandsebene erzielt werden. Damit könnte außerdem die Einführung eines österreichweit gültigen Gewerbescheines erzielt werden und somit ein weiterer Schritt zur Entlastung bei den Grundumlagen gesetzt werden.“ so Jungwirth weiter. 


Bei der Wahlrechtsreform ist nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Wählergruppen am Ende nicht viel übrig geblieben. Dass es nun endlich das aktive und passive Wahlrecht für alle Wirtschaftskammermitglieder geben soll – eine langjährige Forderung der Grünen Wirtschaft – ist erfreulich. Sabine Jungwirth dazu: „Es war nie nachvollziehbar, wie es möglich sein kann jemanden zur Zwangsmitgliedschaft zur verpflichten, aber vom passiven Wahlrecht auszuschließen. Das war schlichtweg undemokratisch. Eine echte Demokratisierung der WKO würde aber weiter gehen müssen. Wir fordern mehr Transparenz, eine Entbürokratisierung des Wahlrechts und eine Direktwahl für die politischen Gremien, die Wirtschaftsparlamente.“

 

Die von Seiten der Grünen Wirtschaft bereits im Wahlkampf zur Wirtschaftskammerwahl 2015 eingebrachten Forderungen finden Sie hier: 

 

Rückfragen & Kontakt:

Grüne Wirtschaft 
Sabine Jungwirth 
Bundessprecherin 

0676 / 360 30 20 
sabine.jungwirth@gruenewirtschaft.at 

 

Sabine Jungwirth | © August Lechner
Sabine Jungwirth

Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft

 

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