Mittwoch 13. Dezember 2017
Sabine Jungwirth:

Zusammenlegen der Sozialversicherungsträger ist Chance auf effiziente Strukturen und einheitliche Leistungen

Reformvorschläge der Industriellenvereinigung sind erster Schritt, gehen jedoch nicht weit genug.

Die heute von der Industriellenvereinigung vorgelegte Studie zeigt auf, dass genug Geld im System ist, dieses jedoch nicht optimal eingesetzt wird. Es wird empfohlen die Krankenversicherungsträger zu reduzieren und die Leistungen nach dem Grundsatz „gleicher Beitrag-gleiche Leistung“ zu vereinheitlichen. „Die vorgeschlagene Vereinheitlichung und Zusammenlegung ist ein erster Schritt, jedoch müssen auch für die Selbständigen in Anpassung an die neuen Arbeitswelten Veränderungen vorgenommen werden. Der Entfall der Selbstbehalte wäre gerade für GeringverdienerInnen eine wichtige Verbesserung.“ sagt Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft.

 

Nicht nachvollziehbar ist für sie das Verweisen auf die positiven Effekte eines Wettbewerbs bei Aufrechterhaltung mehrerer Versicherungsträger. „Die Gesundheitsleistungen dürfen nicht unter dem Wettbewerbsgedanken betrachtet werden. Aus volkswirtschaftlicher Perspektive muss eine bestmögliche Versorgung und der Präventionsgedanke für alle Menschen im Land im Vordergrund stehen.“, betont Jungwirth. „Die Entscheidungen darüber, welche Leistungen aus dem Sozialversicherungssystem finanziert werden, sollen auf politischer Ebene getroffen werden und dann für alle Menschen gleich zugänglich sein.“, so Jungwirth weiter.

Positiv bewertet wird auch der Ansatz zur Beseitigung der Probleme bei der Mehrfachversicherung. Bekanntlich sind in Österreich immerhin bereits eine Dreiviertelmillion Personen mehrfach versichert, Tendenz steigend. Die für die Versicherten damit verbundenen hohen Kosten und der bürokratische Aufwand sind gerade für EPUs und Kleinunternehmen enorm.

„Die Zusammenlegung der Krankenkassen und eine Vereinheitlichung der Leistungen würden Effizienzpotentiale heben und gleichzeitig für gerechtere Leistungen sorgen. Die Ungleichbehandlung auf Basis der unterschiedlichen Erwerbsformen muss beendet werden. Die Abschaffung der Selbstbehalte wäre gerade für Menschen mit geringem Einkommen, egal ob selbständig oder unselbständig erwerbstätig, ein wichtiger Baustein zur besseren Gesundheitsversorgung.“, so Jungwirth abschließend.

Sabine Jungwirth | © August Lechner
Sabine Jungwirth

Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft

 

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