Sowohl Schwarz als auch Rot haben die WählerInnen brieflich
aufgefordert, Wahlkarten direkt in den Büros der Fraktionen (!) zu
bestellen. Beide wahlwerbenden Gruppen üben teils Druck auf
die WählerInnen aus, um diesen »beim Ausfüllen der Wahlkarten
behilflich« zu sein, und sammeln Wahlkarten in großem Stil ein.
Damit sind Manipulationen Tür und Tor geöffnet. Das geheime Wahlrecht
ist nicht mehr garantiert, und der Wähler hat keine Gewähr,
dass seine an eine der Fraktionen ausgehändigte Wahlkarte je
die Hauptwahlkommission erreicht.
»Die Grüne Wirtschaft hat derartige Vorgänge schon im Jahr 2005
vehement kritisiert und wollte mit den anderen wahlwerbenden
Gruppen ein Abkommen schließen, dass sich die Fraktionen
gänzlich aus der Abwicklung der Wahlkartenwahl heraushalten.
Dies wurde sowohl von Schwarz als auch Rot abgelehnt. Jetzt wissen
wir warum. Offenbar wollen sowohl Schwarz als auch Rot diesen
Wahlkampf mit Wildwest-Methoden führen«, so Plass.
Die Grüne Wirtschaft empfiehlt allen Wahlberechtigten,
Wahlkarten ausschließlich bei der Wirtschaftskammer anzufordern,
diese ausschließlich am Postweg an die Kammer zurückzusenden
und keinesfalls an VertreterInnen von wahlwerbenden Gruppen
auszuhändigen. Es wird auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass
die Wahlkarten nicht von MitarbeiterInnen der Kammer in der
Firma bzw. im Geschäft abgeholt werden. Personen, die sich auf
diese Weise als MitarbeiterInnen der Kammer ausgeben, sind nicht
befugt, ausgefüllte Wahlkarten entgegen zu nehmen!

