Die Grüne Wirtschaft hatte in Recherchen aufgezeigt, dass Wirtschaftskammer und Landesunternehmen im vergangenen Jahr Inserate für rund 100.000 Euro in der Zeitung des ÖVP-Wirtschaftsbundes geschaltet hatten. Ein mehrfaches davon ging an die Inseratenagentur des Wirtschaftsbund-Direktors, die seit Jahren ohne Ausschreibung die Inserate der Wirtschaftskammer-eigenen Zeitung abwickelt.
Vor zwei Wochen forderte die Grüne Wirtschaft Präsident Manfred Rein in einem offenen Brief auf, die Geldflüsse offenzulegen. Der Kammerpräsident, der auch Namensgeber der ÖVP-FPÖ-SPÖ-Gemeinschaftsliste ist, hat eine Antwort bis heute nicht gegeben.
„Die ÖVP hat die Wirtschaftskammer bisher offenbar als alleinige Spielwiese betrachtet und ist kritische Fragen nicht gewöhnt“, meint Bösch. „Wir Grüne werden auch künftig für Transparenz in der Vorarlberger Wirtschaftskammer kämpfen.“