Kircher habe die Kammer in seiner siebenjährigen Amtszeit ein gutes Stück modernisiert und sich wichtiger Zukunftsthemen für die Vorarlberger Wirtschaftspolitik angenommen. „Gerade sein liberaler, zukunftsorientierter Führungsstil hat für etwas frische Luft im schwarzen Mief der Kammer gesorgt“, betont Bösch. „Nun hat die ÖVP die Fenster wieder fest verriegelt.“
Es sei „bezeichnend, dass Kammerpräsident Manfred Rein nun ‚unterschiedliche Führungsauffassungen‘ als Begründung für diese Personalentscheidung nennt.“
ÖVP demonstriert ihre Allmacht
Die Art, wie die Rochade wenige Tage nach der Landtagswahl durchgezogen wird, ist nach Ansicht von Bösch „eine Demonstration der Allmacht der ÖVP“. „Sie zeigt das Verständnis der ÖVP für die Führung der Kammer wie auch des Landes.“ Selbst der Vorschlag einer vernünftigen Ausschreibung sei offenbar abgelehnt worden.
Von Helmut Steurer und Kammerpräsident Rein fordert Bösch eine Fortsetzung der Kammeröffnung. „Auf dem Weg zu einer modernen Serviceeinrichtung und einer vernünftigen Wirtschaftspolitik bleibt noch jede Menge Arbeit zu tun. Wir hoffen sehr, dass Steurer nicht auf halbem Weg umdreht.“