Freitag 30. Juli 2010

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Verkehr in der Stadt | 16.04.2009

Lisa Rücker und der designierte Präsident der steirischen Wirtschaftskammer Ulfried Hainzl im Gespräch

"Verfehlte Raumordnungspolitik ist Ursache der Grazer Verkehrsprobleme"
Die Grazer Grüne Vizebürgermeisterin Lisa Rücker und der designierte Präsident der steirischen Wirtschaftskammer Ulfried Hainzl diskutierten über "Verkehr in der Stadt": Einigkeit bei Kritik an verfehlter Raumordnungspolitik in den letzten Jahren.

Auf Einladung der Grünen Wirtschaft diskutierten gestern Abend die Grazer Grüne Vizebürgermeisterin, Lisa Rücker, und der designierte Präsident der steirischen Wirtschaftskammer, Ulfried Hainzl, zum ersten Mal gemeinsam die verschiedenen Problematiken des Themas "Verkehr in der Stadt".

Die unterschiedlichen Zugänge der beiden wurden im gut besuchten Grazer Glockenspielhaus rasch deutlich: Einigkeit bestand nur darin, "dass die verfehlte Raumordnungspolitik der letzten Jahrzehnte die Verursacherin der Grazer Verkehrsprobleme ist."

Rücker sprach sich einmal mehr dafür aus, dass der Anteil des Autoverkehrs an der Mobilität verringert werden muss, indem gehen, Rad fahren und der öffentliche Verkehr gefördert werden. Für sie ist klar, dass "eine Reduktion des mobilen Individualverkehrs nicht zugleich eine Standortverschlechterung für Graz bedeutet - denn auch FußgängerInnen, RadfahrerInnen und BenutzerInnen des öffentlichen Verkehrs sind schließlich EinkäuferInnen."

Als Maßnahmen, um möglichst wirkungsvoll in Verkehrsströme einzugreifen, erwähnte Rücker neben der Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs und der Möglichkeiten für FußgängerInnen und RadfahrerInnen etwa "eine Mobilitäts-Stellplatzabgabe, die Umweltzonen und gutes Parkraum- und Mobilitätsmanagement." Sie argumentierte auch warum die Ausweitung der Grünen Zonen sinnvoll ist: "Damit das System effizienter und kostengünstiger wird." Zur Zeit haben 80 Prozent der PendlerInnen einen Gratis-Stellplatz: "Die entscheidende Frage ist: Wie bekommen wir die Menschen dazu, nicht mit dem Auto zur Arbeit zu fahren?"

Ulfried Hainzl betonte, dass aus Sicht der Wirtschaft "die Erreichbarkeit der Innenstadt oberste Priorität" habe. Und das sei zur Zeit nur mit dem Auto möglich, da der öffentliche Verkehr nicht attraktiv genug sei. Er sprach sich auch klar gegen eine Stellplatzabgabe aus: "Gerade jetzt kann das für die Wirtschaft kein Thema sein!"

 

Rückfragen bitte an: Helene Zand, Grüne Wirtschaft, 0664 83 17 534

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