„Doch klar ist, dass dieser Weg keine Dauerlösung sein kann. Man kann wirklich erwarten, dass Betriebe, die sich vor der Ausbildung junger Menschen drücken, zumindest einen finanziellen Beitrag in einen Lastenausgleichstopf zahlen", fordert Jungwirth, die aber mittelfristig eine gänzliche Reform der Berufsausbildung verlangt. (Details dazu siehe hier: http://www.werner-kogler.at/presse/meldung/gruene-wollen-lehre-reformieren/).
„Das System funktioniert seit Jahren nicht mehr. Es wird daran herum gedoktort - eine Förderung da, ein Reförmchen dort. Der Staat übernimmt immer mehr Verantwortung und Kosten, die Qualität steigt aber nicht. Die Sozialpartner bewegen sich nicht, Retro-Strukturen werden gepflegt und die jungen Leute zahlen drauf", so Jungwirth. Sie schlägt vor, das jetzige duale System in ein triales umzuwandeln. „Die Lehrlinge verbringen ein Drittel ihrer Lehrzeit im Betrieb, ein Drittel in der neuen Berufsschule - die damit aufgewertet wird - und ein Drittel der Zeit in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte, die eine Lehrwerkstätte oder auch ein Ausbildungsverbund sein kann. So wird das allgemeine Bildungsniveau der LehrabsolventInnen erhöht und die Ausbildungsbelastung der Betriebe durch die Kooperation mit den überbetrieblichen Einrichtungen reduziert", erklärt Jungwirth abschließend.
Rückfragen bitte an: Helene Zand, 06648317534