Presseaussendung | 23.06.2009
Vorstandsmitglied Josef Scheinast wünscht sich Forschungsprojekt über die Rolle der damaligen Handelskammer in den Jahren 1933 bis 1945

Emilie und Ludwig Fischer betrieben in der Sigmund-Haffner-Gasse jahrzehntelang ein Gemischtwarengeschäft. Bis zum 5. Juli 1938. An diesem Tag wurde ihnen die Konzession entzogen, nahm ihr Schicksal seinen Lauf, das im KZ Theresienstadt endete. Die "Grüne Wirtschaft" möchte das Schicksal dieser beiden jüdischen Salzburger Geschäftsleute dem Vergessen entreißen und übernimmt die Patenschaft für zwei "Stolpersteine". Dabei möchte man es freilich nicht belassen: "Ich würde mir von der Wirtschaftskammer ein Projekt wünschen, das die Rolle der gesetzlichen Interessensvertretung in den Jahren 1933 bis 1945 gründlich und korrekt erforscht", meint Josef Scheinast, Vorstandsmitglied der "Grünen Wirtschaft Salzburg".