1) Reform des Steuersystems: Arbeit entlasten und Vermögen höher besteuern. 2) Soziale Absicherung: Das Phänomen der "Working Poor" unter den Selbstständigen weitet sich aus und fordert politische Antworten - genauso wie die Frage der sozialen Absicherung gerade von Selbstständigen im Alter. 3) Energiekrise: Wie können wir unser Wirtschafts- und Energiesystem auf Erneuerbare Energien umstellen? Mauern, wie es die Wirtschaftskammer zurzeit tut, ist sinnlos. Je rascher wir handeln, desto mehr kann Österreich als Wirtschaftsstandort von der Energiewende profitieren.

4) Reformierung der Gewerbeordnung, die eine Mischung aus Zunftwesen und einem ständestaatlichen Regulierungswahn darstellt und Unternehmen systematisch behindert. Nur wo Leib und Leben, Gesundheit und Vermögen gefährdet sind, braucht es strikte Auflagen, Prüfungen und Regulierungen. 5) Banken raus aus der Kammer: Die Wirtschaftskammer muss die Interessen der Unternehmen gegenüber den Banken vertreten, was sie jedoch kaum tut, da die Banken Teil der Kammer sind. Ebensowenig deutet darauf hin, dass es trotz globaler Wirtschaftskrise zu einer Neuordnung des Bankensystems kommt. Umso vehementer plädiert Volker Plass für eine Rückkehr zur Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken.