Samstag 11. Februar 2012
Presse | 18.02.2010

Banken raus aus der Wirtschaftskammer

„Banken raus aus Wirtschaftskammer!" Grüne Wirtschaft OÖ fordert vollkommene Entflechtung von Wirtschaftskammer-Organisation und Bankensektor.

„Während die Banken laufend Steuergeld vom Staat erhalten, bekommen kleine UnternehmerInnen immer schwieriger Kredite. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die besonders die kleineren Unternehmen deutlich spüren, ist das das absolut falsche Signal. Geschäfts- und Investmentbanken sollen künftig strikt getrennt und nicht mehr Mitglieder der WKO sein!“


„Offenbar haben unsere Banken aus der Wirtschaftskrise nichts gelernt“ konstatiert Enzlberger: „Damit bei Finanzkrisen der Funke nicht mehr so leicht auf die Realwirtschaft überspringen kann, muss daher zukünftig zwischen den Geschäftsbanken und den Infrastrukturbanken auf der einen Seite und den Investmentbanken auf der anderen Seite eine „Feuermauer“ errichtet werden“.


Forderungen der Grünen Wirtschaft:

Private Investmentbanken sollen zukünftig vollkommen unabhängig agieren können, den Anlegern muss dabei klar sein, dass sie bei Investitionen an den Finanzmärkten 100% ihres Vermögens verlieren können. Doch sollen Geschäftsbanken keine Investmentbanken mehr als Töchter betreiben, noch sollen sich Investmentbanken im Geschäftsbankenbereich refinanzieren dürfen.


Enzlberger fordert auch eine vollkommene Entflechtung von Wirtschaftskammer- Organisation und Bankensektor: „Banken sind keine Gewerbetriebe, und die Kammer kann die KMU solange nicht effektiv gegenüber den Banken vertreten, als Christoph Leitl auch der oberste Bankenpräsident ist“, so Enzlberger. „Solange die Kammer von den Banken abhängig ist, darf man sich nicht wundern, wenn sie die kleinen Unternehmen in der Kreditkrise im Stich lässt.“


Weiters fordert die Grüne Wirtschaft eine vollkommene Entflechtung der beiderseitigen Werbeaktivitäten: "Es ist unerträglich, dass WKÖ-Präsident Leitl in Werbe-Inseraten von Raiffeisen Landesbank OÖ und Oberbank auftritt“!


Zudem seien die Zeitungen der anderen Wirtschaftskammerfraktionen voll mit Werbeeinschaltungen der Banken: "In einer der letzten Zeitungen des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes gab es drei ganzseitige Inserate der Großbanken. Solange die Kammerfraktionen am Geldtropf der Banken hängen, darf man sich nicht wundern, wenn sie die kleinen Unternehmen in der Kreditkrise nicht besser vertreten", so Enzlberger abschließend.


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