Samstag 11. Februar 2012
Nachlese | 02.03.2009

"New Green Deal"

Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Achtung Wortwechsel"

Es diskutierten Dr. Stephan Schulmeister, Dr. Walter Ötsch, Mag.a Andrea Dober und Landesrat Rudi Anschober unter der Leitung von NR-Abg. Dr.in Ruperta Lichtenecker.

„Wir befinden uns mitten in einer Weltwirtschaftskrise“, analysiert Univ.-Prof. Dr. Walter Ötsch bei der Podiumsdiskussion. Die strukturelle Krise betreffe alle Sektoren und alle Länder der Welt so Ötsch weiter und, dass der Höhepunkt der Krise noch bevorstehe. Zur Lösung dieser globalen Krisensituation müsse eine neue Architektur in das kapitalistische System eingezogen werden, erst dann sei ein Ausweg aus der Krise möglich. Laut Ötsch ist nun die Politik gefordert diese Architektur zu finden. Parallelen zur Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren möchte er zwar nicht ziehen, warnt aber eindringlich vor einem Wiedererstarken des Faschismus. Aus seiner Sicht braucht es auch auf politischer Ebene eine Systemdebatte, in der vor allem der Frage, wie menschlicher Kapitalismus aussehen soll, nachgegangen werden muss.

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Eine der wenigen Sektoren die von der Wirtschaftskrise nicht betroffen ist, ist die Ökoenergie-Wirtschaft. Vor allem in Oberösterreich gibt es eine Vielzahl an innovativen und erfolgsträchtigen Unternehmen, eines davon ist Solution. Geschäftsführerin Mag.a Andrea Dober sieht ihre Branche und ihren Betrieb von keiner Krise bedroht, ganz im Gegenteil die Umsatzzuwächse sind nach wie vor überdurchschnittlich. Oberösterreich ist Weltmarktführer in der Solartechnik, diese Vormachtstellung könnte noch weiter ausgebaut werden und bis zum Jahr 2020 100.000 Arbeitsplätze schaffen. Dobers Vision für die Zukunft ist die Festigung des Standorts Oberösterreich in der Solartechnik und die Verwirklichung des „Solar-Valley“ Sattledt.

International und regional arbeiten die Grünen an einer konkreten Antwort auf die Wirtschafts- und Klimakrise: Der Grüne New Deal setzt auf klare Regeln und Kontrollen für die Finanzwirtschaft, eine Investitionsoffensive in Energieeffizienz und Erneuerbare Energieträger und einen Weltklimavertrag. Landesrat Rudi Anschober: „Wir wollen den Green New Deal für die EU in den nächsten Monaten durchsetzen. Damit die richtigen Konsequenzen aus der Krise gezogen werden. Oberösterreich hat dabei alle Chancen - Schon jetzt arbeiten in der oö. Ökoenergiebranche samt Zulieferfirmen rund 15.000 Menschen. Verstärken wir durch die Energiewende den Heimmarkt und setzen wir wie von mir angestrebt eine umfassende Ökoenergie-Exportoffensive für die neuen boomenden Märkte der Energieumstellung in der EU, den USA und Australien um, dann können wir in den nächsten Jahren 50.000 neue Arbeitsplätze in Oberösterreich schaffen. Mein Ziel ist es, auf diese Art und Weise ein grünes Jobwunder zu schaffen."

 

Rückfragehinweis: Dietmar Spöcker 0664/8317535 

 

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