Freitag 10. Februar 2012
WK-Wahl | 30.06.2009

Wirtschaftskammer-Wahl 2010: Vorbereitungen laufen an

"Das Wirtschaftswunder bis du!"

Die Grüne Wirtschaft startet intensive Vorbereitungen zu den Wirtschaftskammerwahlen, die am 1. und 2. März 2010 stattfinden werden.


unknownMit dem Slogan „Das Wirtschaftswunder bist du“ werden die tagtäglichen Spitzenleistungen der 320.000 Kleinst­betriebe gewürdigt und diese zum Mitmachen im Netzwerk der Grünen Wirtschaft eingeladen. Mit Folder und Informationsmaterial, Veranstaltungen und Diskussionen, die allen InteressentInnen offenstehen, lädt die Grüne Wirtschaft möglichst viele grün orientierte Ein-Personen-Unternehmen ein, sich als UnterstützerIn oder MandatarIn zu engagieren.

Die Grüne Wirtschaft will im kommenden März mit rund 2.000 Kandidatinnen und Kandidaten bundesweit in möglichst vielen Branchen zur Wirtschaftskammerwahl antreten, sich phantasievoll und mutig in die Wirtschaftspolitik einmischen und den Einfluss in der Wirtschaftskammer verstärken.


„Wirtschaftswunder“ im Zentrum der Kampagne


Willi Enzlberger, Sprecher der Grünen Wirtschaft Oberösterreich: „Wenn es diese hunderttausenden kleinen Wirtschaftswunder nicht gäbe, die anpacken und der Krise trotzen, wäre der Wirtschaftseinbruch noch viel dramatischer. Die Ein-Personen-Unternehmen können zu Recht selbstbewusst sein. Um allerdings eine Standesvertretung zu bekommen, die den Namen auch verdient, braucht es viel mehr von uns in den Gremien der Wirtschaftskammer. Ich lade daher alle KleinstunternehmerInnen ein, uns mit ihrer Unterstützungserklärung eine Kandidatur in den 97 Fachgruppen zu ermöglichen oder in der Grünen Wirtschaft mitzumachen.“


Dr.in Ruperta Lichtenecker ist als Mitglied des Vorstandes der Grünen Wirtschaft und als Nationalratsabgeordnete und Wirtschaftssprecherin der Grünen wichtige Schnittstelle zum Parlament: „Für uns Grüne ist der immer größer werdende Bereich zwischen ArbeitgeberInnen und klassischen Arbeitnehmern eine wichtige Zielgruppe unserer Arbeit. Wir werden den Kurswechsel hin zu einer ökologischen und sozialen Wirtschaftspolitik, für mehr Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit vorantreiben. Das ist uns nur möglich, wenn wir viele engagierte Menschen für die einzelnen Fachgruppen gewinnen können. Es geht darum, die Aufmerksamkeit auf diese UnternehmeInnen zu lenken, ihre Probleme deutlich zur artikulieren, und sie dadurch viel mehr ins Zentrum der Entscheidungen und des Handelns zu holen.“


Die Grüne Wirtschaft hat bei ihrem ersten Antreten bei den Wirtschaftskammerwahlen 4,7 % der Stimmen erhalten, in den einzelnen Fachgruppen betrug der Anteil sogar 7,3 %. In den letzten 4 Jahren hat die Grüne Wirtschaft in allen Kammerparlamenten viele konstruktive Vorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen eingebracht, wie die Einführung des 13. und 14. Monatsgehalts für UnternehmerInnen, die Anhebung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter und die Unterstützung bei den lohnabhängigen Abgaben bei Einstellung der ersten Mitarbeiterin, die zumindest im Ansatz auch realisiert wurden. Auch eine Ansprechstelle für Ein-Personen-Unternehmen wurde in der Kammer inzwischen eingerichtet.


Forderungen der Grünen Wirtschaft


Eine ganze Reihe weiterer Forderungen und Vorschlägen stehen zur Diskussion, zum Beispiel betreffend die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft:



  • Ein gerechtes Steuersystem, das Arbeit entlastet.


  • Gesetzliche Rahmenbedingungen, die ökologisch und sozial agierende Unternehmen Wettbewerbsvorteile bietet


  • Ein effizientes und leistungsstarkes Sozialsystem mit ausreichender Grundsicherung
  • Ausschreibungsbedingungen, die auch Kleinbetrieben echte Chancen bieten
  • Neue Regeln für ein Banken-System, das die Unternehmen zu fairen Bedingungen mit Geld versorgt.



Für die UnternehmerInnen fordert die Grüne Wirtschaft unter anderem:


  • Die Einführung eines Gewinnvortrages für Einnahmen-Ausgaben-Rechner
  • Die Förderung der/des ersten MitarbeiterIn
  • Pauschalierte Absetzbarkeit eines Arbeitsplatzes in der Wohnung
  • eine Interessenvertretung, die transparent, modern, schlank, sparsam und kundenorientiert arbeitet.


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