Bei der Konfrontation aller Kärntner EU-Spitzenkandidatinnen legte sich Grießhammer, Sprecher der Grünen Wirtschaft Kärnten, auch überzeugend für den »Grünen New Deal« für Europa ins Zeug: »Wenn die EU in den nächsten fünf Jahren 500 Milliarden Euro in die Hand nimmt und sie in Energieeffizienz und erneuerbare Energien investiert, können 5 Millionen neue Arbeitsplätze in ganz Europa, davon 100.000 in Österreich, geschaffen werden. Für Kärnten bedeutet das 10.000 neue Arbeitsplätze.«
Finanziert kann dieses Programm durch eine Finanztransaktionssteuer von 0,1 % werden, die europaweit 240 Mrd. Euro pro Jahr bringen würde. »Die EU ist die einzige Institution, die diese Steuer, auch Tobin Tax genannt, einführen kann, denn das funktioniert nur EU-weit,« argumentierte Grießhammer. »Wir hätten einen doppelten Nutzen davon: Geld käme in die EU-Kassa und Spekulationen und riskante Geschäfte würden eingebremst werden.«
Man müsse weg von der Besteuerung von Arbeit und hin zu mehr Besteuerung des Vermögens. Die Tobin Tax bringe eine gerechtere Steuerverteilung, denn dadurch werde das Volksvermögen besser verteilt. Das stärke wiederum die Wirtschaft.
Die Grünen kämpfen für ein starkes, ökologisches, soziales Europa mit einem bürgernahen Europaparlament. Das bedeutet:
• beinharte Regeln für Finanzspekulanten
• eine europäische Sozialunion mit Mindestlohn und Grundsicherung
• gentechnikfreie Lebensmittel
• ein atomkraftfreies Europa
• Menschenrechte in Europa und auf globaler Ebene.
• den Schutz der Privatsphäre der BürgerInnen vor dem Überwachungsstaat.