Freitag 30. Juli 2010

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Presseaussendung | 18.01.2010

Grüne Wirtschaft Kärnten erreicht Rekordzahl bei KandidatInnen für WK-Wahl

Spitzenkandidat Albrecht Grießhammer: "Wahlbeteiligung wird entscheidend"

Mit 89 Kandidaten in 43 Fachgruppen konnte die Grüne Wirtschaft Kärnten ihre bereits gute "Netzabdeckung" gegenüber der letzten Wirtschaftskammer-Wahl 2005 nochmals erhöhen und steht nun auf über 75% der Kärntner Stimmzettel. „Allein diese Rekordzahl bei den KandidatInnen zeigt, dass die Grüne Wirtschaft weiter im Aufwind ist", erklärt Albrecht Grießhammer, Spitzenkandidat der Grünen Wirtschaft Kärnten.

Die seit Jahren sinkende Wahlbeteiligung erreichte 2005 mit 46,2% einen vorläufigen Tiefstwert."Wer erster wird, steht ja schon fest. Entscheidend wird daher sein, wer zulegen und somit für frischen Wind in der verstaubten Kammer sorgen kann", setzt Grießhammer auf eine hohe Wahlbeteiligung für die Wirtschaftskammerwahlen am 1. und 2. März 2010.

Grießhammer setzt sich vehement für eine Direktwahl der Wirtschaftsparlamente ein. "Mikrounternehmen stellen 25% der gewerblichen Arbeitsplätze in Kärnten, ihre wirtschaftliche Bedeutung ist unübersehbar, aber ihre politische Repräsentation ist praktisch null", wirft Grießhammer dem Wirtschaftsbund Heuchelei vor, wenn es um die Vertretung der Interessen der "Kleinen" in der Kammer geht. „Nur durch eine Direktwahl kann die Benachteiligung der Mikrounternehmen aufgehoben werden. Warum genügt bei der Papierindustrie eine Stimme, um ein Mandat zu erreichen, während in der Fachgruppe der gewerblichen Dienstleister, in der überwiegend Mikrounternehmen organisiert sind, 147 Stimmen benötigt werden?" kritisiert Grießhammer das ungerechte Wahlsystem mit 95 Einzelwahlen.

Die vom machtbewußten Wirtschaftsbund 2008 betriebene Erhebung der Wirtschaftskammer in den Verfassungsrang ist für viele MikrounternehmerInnen die falsche Antwort auf die sinkende Akzeptanz der Kammer unter ihren Mitgliedern. "Als Einnahmen-Ausgaben-Rechner habe ich mehr gemeinsame Interessen mit der Blumenhändlerin von nebenan als mit dem Kollegen, der ein Ingenieurbüro mit 20 Mitarbeitern führt", so Grießhammer.

Neben dem Einsatz für die schnell wachsende, moderne und vielseitige Gruppe der Mikrounternehmen steht die Grüne Wirtschaft aber auch für eine neue Wirtschaftspolitik. Nicht die Finanzkrise, sondern die Klima- und Energiekrise ist die zentrale ökologische und wirtschaftliche Herausforderung der kommenden Jahrzehnte. Allein in Kärnten können durch die Energiewende 10.000 neue zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Realwirtschaft muss gegenüber der Finanzwirtschaft, die für die gegenwärtige Krise verantwortlich zu machen ist, gestärkt werden. Dazu fordert Grießhammer eine Entlastung des Faktors Arbeit und die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.

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