54% der WK-Mitglieder österreichweit sind Ein-Personen-Unternehmen. In Kärnten sind sind 80% der Betriebe Mikrounternehmen, und sie sichern 25% aller Kärntner Arbeitsplätze. Darin spiegelt sich ein wichtiger Strukturwandel. Die Wirtschaftskammer kann nicht mehr bloß Arbeitgebervertretung sein, sie muss sich zu einer modernen Unternehmer-Interessenvertretung entwicklen, denn mehr als die Hälfte österreichweit beschäftigt außer sich selbst keine weiteren Arbeitnehmer.
Die Wirtschaftskammer-Wahl sprengt alle Bürokratiegrenzen, denn sie ist ein Bündel von 877 einzelnen Wahlen in 95 bis 105 Branchen in jeder Länderkammer. Rund 415.000 Mitgliedsbetriebe beschicken unnötige und aufgeblähte Strukturen, deshalb ist eine radikale Demokratiereform der Wirtschaftskammer längst überfällig.
Die Grüne Wirtschaft will in möglichst vielen Bereichen eigene Kandidaten nominieren, um flächendeckend aufzutreten, ergänzte der Landessprecher der Grünen Wirtschaft Kärnten, ALbrecht Grießhammer. Die Wirtschaftskammer ist zu wichtig, um sie dem ÖVP-Wirtschaftsbund zu überlassen. Immerhin bestimmt die Wirtschaftskammer realpolitisch, wer in Österreich Wirtschaftsminister wird. Die WK ist eine der wichtigsten Lobbyingorganisationen in Österreich, darum ist es wichtig, sich da einzumischen und mit der Grünen Wirtschaft eine Alternative zu stärken.
Volker Plass als Spitzenkandidat der Grünen Wirtschaft Österreich setzt sich eine für eine Kammer mit Strukturen des 21. Jahrhunderts, eine Kammer als Zukunftswerkstatt für eine ökologische, soziale und nachhaltige Wirtschaft, eine Kammer als Motor der Innovation und Modernisierung, eine Kammer, die sich für ein gerechtes Steuersystem einsetzt, und eine Kammer für uns, denn wir sind die Wirtschaft!