Freitag 10. September 2010

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Presseaussendung | 30.06.2009

Grießhammer: Erfolg für Kärntner Mikrounternehmen

Bürgschaftsübernahmen des KWF auf Antrag der Grünen auf Mikrounternehmen ausgeweitet

Der Landessprecher der Grünen Wirtschaft Kärnten, Albrecht Grießhammer, gratuliert der Interessensgemeinschaft der Grünen im Landtag zu ihrem im Interesse der Kärntner Unternehmen und der Kärntner Wirtschaft gemeinsam errungenen Erfolg. Aufgrund des Grünen Antrags dürfen Mikrobetriebe bei Bürgschaftsübernahmen nun nicht mehr benachteiligt werden. (Siehe Presseaussendung der Grünen)

"Die Grüne Wirtschaft hat in den letzten Jahren durch Beharrlichkeit erreicht, dass die Mikrounternehmen endlich als wichtige Säule der Kärntner Wirtschaft wahrgenommen werden. Die Haftungsübernahme ist ein wichtiges Element der Unterstützung von Mikrounternehmen in der gegenwärtigen Krise", so Grießhammer.

 

"Auch unterhalb der so genannten Retailgrenze von 1 Million Euro, wo Basel II gar nicht gelten sollte, werden Mikrobetrieben immer wieder unter Hinweis auf strenge Basel II-Kriterien Kredite fällig gestellt", erklärt Grießhammer. "Damit wird die Liquidierung des Betriebes erzwungen und dem Mikrounternehmer somit seine Existenz zerstört. Hier entsteht der Eindruck, dass die Banken, die zuerst Milliarden verspekuliert haben, um anschließend staatliche Rettungspakete in Anspruch zu nehmen, nun die Krise nutzen, um auf Kosten der Mikrounternehmen Bilanzkosmetik zu betreiben."

 

"Neben den Rettungsaktionen ist es jedoch genauso wichtig, dass jetzt endlich der Umbau unserer Wirtschaft hin zu einer zukunftsfähigen ökosozialen Marktwirtschaft in Angriff genommen wird. Durchhalteparolen, wie sie Wirtschaftskammerpräsident Leitl am Wochenende verkündet hat, sind absolut fehl am Platz", sagt Grießhammer. "Die Grünen sind die Einzigen, die mit dem Grünen New Deal ein europaweites Zukunftskonzept für die Wirtschaft vorgestellt haben – mit 10 000 neuen Arbeitsplätzen für Kärnten in den Zukunftsbereichen Energie und Bildung, finanziert durch die Finanztransaktionssteuer."

 

Grießhammer fügt hinzu, dass es zu unterschiedlichen Zahlenangaben kommt, weil oft die Ein-Personen-Unternehmen (EPU) bei den  Arbeitsplätzen nicht mitgezählt werden. Das sie aber falsch, denn schließlich hätten diese EPUs ja auch einen Arbeitsplatz geschaffen, nämlich ihren eigenen.

 

Nach dieser Berechnung seien demnach 80 % der in der Wirtschaftskammer organisierten gewerblichen Betriebe in Kärnten Mikrounternehmen, also Unternehmen mit 0 bis 4 Beschäftigten, und nicht 70 %, wie gemeinhin angenommen. 

 

Auf Arbeitsplätze umgerechnet heiße dies, dass die in der Wirtschaftskammer Kärnten organisierten Betriebe zusammen 150 000 Arbeitsplätze bieten. 25% davon, also ganze 37 000 Arbeitsplätze und nicht 10 000, sind in den Mikrounternehmen zu finden.

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