Samstag 11. Februar 2012
Weltumwelttag | 05.06.2009

Grüne Wirtschaft/Weltumwelttag: Tausche Lohnsteuern gegen Ökosteuern

Die nächste Krise ist schon in Sicht- die Energiekosten werden explodieren, sobald sich die Wirtschaft nur ein wenig erholt.
Wien (OTS) - "Parallel zur Finanz- und Wirtschaftskrise schlittert unser Land in die nächste Krise", sagt Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft anlässlich des heutigen Weltumwelttages. "Die Energie- und Ressourcenkrise hat nämlich nur durch den Einbruch der Weltwirtschaft kurzfristig an Dramatik verloren, sobald die Daumen der Banker und Ökonomen wieder nach oben zeigen, werden auch die Energiekosten rasant ansteigen."
"Die Energiewende ist unumgänglich - finanziert werden muss sie durch Öko-Steuern und ein intelligentes Förderpaket", ist Volker Plass überzeugt. Die Energiewende ist aber nicht nur aus klimarelevanten Gründen nötig, sondern auch, um die Industriegesellschaft der westlichen Welt neu zu ordnen. "Wenn in der traditionellen produzierenden Industrie die Betriebe krachen und massenhaft Arbeitsplätze verloren gehen, wird das großzügige Aushelfen mit Steuergeldern den Zusammenbruch nur so lang verzögern, bis halt kurzsichtige und verantwortungslose Politiker die nächsten Wahlen geschlagen haben", ist Plass angesichts der milliardenteuren Steuergelderzuwendungen an Autokonzerne und andere marodeGroßbetriebe überzeugt.

Nach Ansicht der Grünen Wirtschaft müssen alle verfügbaren Gelder in den Umbau des Energiesystems und damit in den nachhaltigen Umbau der Industrieproduktion gesteckt werden. Sowohl kreisläufiges und generell ressourcenschonendes Produzieren als auch Investieren in CO2-neutralen Energieversorgung sind die Zukunftsmärkte, wo sich die alten Industrieländer endlich eindeutig positionieren müssen. Und Österreich steht es mehr als gut an, wenn die erfolgreiche Ökowirtschaft nicht nur zu gut 100% ihre Produkte exportiert, sondern mindestens im gleichen Ausmaß am Standort operieren kann.

"Dazu braucht es ein Bündel intelligenter Maßnahmen: ein Ökostromgesetz nach dem Vorbild Deutschlands, Schluss mit der Steuergeldverschwendung für am Markt vorbeiproduzierende Betriebe, Ökosteuern statt absurd hoher Lohnsummensteuern, die Einführung von Vermögenssteuern und Schluss mit der viel zu hohen Besteuerung von Löhnen und Einkommen. Davon profitieren alle: ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen, Umwelt, Klima und der Wirtschaftsstandort Österreich", so Plass abschließend.
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