Ein Hauptaugenmerk richten die "Grünen" dabei auf die Selbstständigen und Freiberufler. Schließlich sind 54 Prozent aller Wirtschaftskammer-Mitglieder in Österreich schon Einzelpersonenunternehmer.
"Diesen Strukturwandel hat die Kammer noch nicht begriffen", sagt Plass. Je moderner die Unternehmensformen seien, desto schlechter würde die Kammer auf die Anliegen der Mitglieder eingehen.
Als Hauptgrund sieht er die zu komplizierten Strukturen: "Es gibt mit zehn Mitgliederverwaltungen einen falsch verstandenen Föderalismus. Das Einsparungspotenzial schätze ich zwischen zehn und zwanzig Prozent ein - Geld, das den Mitgliedern zugute kommen könnte."
Außerdem fordert der Bundessprecher eine Modernisierung der Gewerbeordnung und ein gezielteres Service für die Mitglieder. "Das ist nötig, da wir uns von einer produzierenden hin zu einer wissenschaftsbasierten Gesellschaft verändern", sagt Volker Plass.