Samstag 11. Februar 2012
Kopenhagen | 11.12.2009

Grüne Wirtschaft: Leitls Wirtschaftspolitik ist rückwärtsgewandt und damit unerträglich

Grüne UnternehmerInnen appellieren an WKÖ, endlich konstruktiv an Klimaschutz mitzuwirken

Wien (OTS) - Mit harscher Kritik reagierte Volker Plass, der Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, heute auf den jüngsten Vorstoß von WKÖ-Präsident Christoph Leitl gegen die Klimaschutz-Verhandlungen in Kopenhagen.

"Leitl torpediert schamlos und kleinkariert ambitionierte Klimaschutz-Bestrebungen. Er hat offenbar noch immer nicht verstanden, dass die rasche Umsetzung von umfassenden Klimaschutz-Maßnahmen für uns und die gesamte Wirtschaft überlebenswichtig ist.

Wenn es in Kopenhagen nicht gelingt, das Karussell aus Ausreden und Abschieben der Verantwortung auf andere zu durchbrechen, dann steht die Zukunft von Leitls Freunden aus der Großindustrie genauso auf dem Spiel wie die unserer Kinder," erklärt Plass.


Nicht die Klimaschutz-Ziele sind nach Ansicht des Sprechers der Grünen Wirtschaft überambitioniert, sondern die österreichische Politik agiert unterambitioniert. Für diesen Missstand sind Interessensvertreter, die sich vor den Karren einiger weniger emissionsintensiver Groß-Betriebe spannen lassen, maßgeblich verantwortlich.

"Es ist doch mehr als zynisch, wenn Leitl sagt, er habe davor gewarnt, dass die Kyoto-Ziele nicht erreichbar seien: Er hat mit seiner Blockade-Politik aktiv daran gearbeitet, dass Österreich die Kyoto-Ziele nicht erreichen wird. Wir fordern Präsident Leitl auf, sich so rasch wie möglich über die Folgen des Klimawandels zu informieren.


Er muss sich endlich für die Zukunfts-Interessen der gesamten Wirtschaft einzusetzen und nicht nur für die der energieintensive Industrie!", ergänzt Volker Plass.

UnternehmerInnen und klima-engagierte Menschen können sich nun aktiv von der klimafeindlichen Politik Christoph Leitls distanzieren. Die Grüne Wirtschaft hat unter http://www.gruenewirtschaft.at/klima-appell eine Online-Petition eingerichtet, unter der jede/r per Email einen Appell an den Wirtschaftskammer-Präsidenten senden kann.

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