Seiner Ansicht nach sollten einfache handwerkliche Tätigkeiten - also klassische Heimwerkertätigkeiten - wie etwa Bodenschleifen, Möbelmontage oder kleinere Reparaturarbeiten in ein freies Universalhandwerk zusammengefasst werden.
"Damit könnte die Wirtschaftskammer endlich beweisen, dass sie sich auch um die tausenden Arbeitenden kümmert, die durch die unzeitgemäße und schikanöse Gewerbeordnung in die Illegalität abgedrängt werden", sagt Plass. "So könnte Pfusch am effektivsten eingedämmt werden. Es ist nämlich nicht einzusehen, dass man bei diesen einfachen Tätigkeiten fünf Gewerbescheine benötigt, um überhaupt legal arbeiten zu können."
Zum, von WKO-Präsident Christoph Leitl, geforderten Handwerkerbonus gibt Volker Plass zu bedenken, dass dieser an der Ursache der weit verbreiteten Schwarzarbeit nichts ändern werde: "Solange die Lohnnebenkosten derartig hoch sind, kann sich die breite Masse keine teuren Meister- und Gesellenstunden leisten."
Zudem würden nur Haushalte, die überhaupt etwas zu versteuern hätten, von der geplanten Regelung profitieren: "Damit kommt der Handwerkerbonus wieder nur Besserverdienenden zugute."
"Ich frage mich, ob dieser Bonus dann auch im geplanten Pröllschen Transferkonto aufscheinen würde", meint Volker Plass abschließend.