Samstag 11. Februar 2012
Energie und klima | 18.02.2008

Volker Plass: »Leitl & Sorger betreiben Realitätsverweigerung!«

Kleingeistiges Prozentgefeilsche hilft österreichischem Wirtschaftsstandort nicht!

»Europa befindet sich am Vorabend einer globalen und existenzbedrohenden Energiekrise. Wenn sich Österreich als innovativer Wirtschaftsstandort behaupten will,

führt an einer Energiewende kein Weg vorbei. Die von der EU-Kommission für das Jahr 2020 vorgelegten

Ziele für CO2-Reduktion und Erneuerbare Energie sind dann ohnehin kein Thema. Und wenn wir nicht einmal diese Ziele erreichen, bekommen wir ganz andere

Probleme«, meint Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft.

 

Vor dem Hintergrund der zur Neige gehenden fossilen Rohstoffe sei das kleingeistige Prozentgefeilsche von WKÖ-Präsident Christoph Leitl und IV-Präsident Veit Sorger unerträglich. Leitl agiere mit seiner vollkommen überholten Energie- und Klimapolitik als Industrie-

Lobbyist des vergangenen Jahrhunderts und lasse tausende innovative Ökoenergie-Betriebe im Strich, meint Plass: »Österreich kann den weltweiten Kampf um fossile Ressourcen nur durch Innovation und vollkommene Neuorientierung gewinnen. Erneuerbare Energien und Klimaschutz sind der Wachstumsmarkt der Zukunft. Mit den Rezepten von Leitl & Sorger wird Österreich endgültig den Anschluss an die Zukunft verlieren!«

 

Die Grüne Wirtschaft fordert WKÖ und Industriellen-

vereinigung auf, die ohnehin nicht besonders ambitionierten Pläne der EU-Kommission zu unterstützen. Sowohl die Ausweitung des Emissionshandels und die Beschränkung des Zertifikatezukaufs als auch das Ende der Gratiszuteilung von Verschmutzungsrechten seien Schritte in die richtige Richtung, meint Plass: »Klima- und Umweltzerstörung muss endlich etwas kosten. Leitl & Sorger müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Zeit der Planwirtschaft im Energiesektor endlich zu Ende geht und Kostenwahrheit ein unverzichtbares Prinzip des Wettbewerbs ist!«

 

Eine klare Absage erteilt Plass allen Bestrebungen,

die Abscheidung und Endlagerung von CO2 (CCS) als Klimaschutzmaßnahme salonfähig zu machen. CCS funktioniere noch nirgendwo auf der Welt und sei eine risikoreiche und sehr teure Technologie, die sich bestenfalls als letzter Ausweg und keinesfalls zur Rechtfertigung des Neubaus fossiler Kraftwerke eigne: »Kraftwerke mit CCS würden ein Drittel an Wirkungsgrad verlieren und die Kosten von mehreren tausend Jahren absolut sicherer CO2-Endlagerung müssten natürlich auf den Strompreis aufgeschlagen werden. Wenn Leitl & Sorger auch hier marktwirtschaftlich und nicht planwirtschaftlich rechnen, können sie diese Ideen

gleich in den Papierkorb werfen!«, meint Plass.

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