„Diese typisch österreichische Provinzposse ist die reinste Provokation für die massiv verunsicherten SVA-Beitragszahler. Da haben sich zwei eitle Streithähne auf dem Rücken kranker Menschen den reinsten Schaukampf geliefert. Niemand kann sich vorstellen, dass gestern Nacht in alkoholgeschwängerter Atmosphäre irgendetwas Substanzielles beschlossen wurde, das man nicht auch letzte Woche verhandeln hätte können. Zum Glück waren zwei Ärzte anwesend, um das Ganze medizinisch zu überwachen", so Plass.
Plass fordert nun die sofortige Einberufung einer Generalversammlung der SVA: „In dieser Sitzung muss über die Ereignisse der letzten Wochen Tacheles gesprochen werden. Diese Sitzung sollte öffentlich stattfinden, wobei auch ProponentInnen der einzelnen Versicherten-Gruppen zu Wort kommen müssen. Das ist der Elchtest, ob es sich bei der SVA wirklich um eine demokratische, selbstverwaltete Versicherung handelt oder dort nur Parteifunktionäre das Sagen haben."
Weiterhin aufrecht bleiben die Forderungen der Grünen Wirtschaft für eine radikale dreistufige Systemreform des österreichischen Gesundheitswesens:
1. Einheitlicher Leistungskatalog für alle niedergelassenen ÄrztInnen
2. Einheitliche, gerechte Honorarvereinbarung aller Krankenkassen
3. Zusammenlegung aller Kassen zu einer gemeinsamen Krankenkasse für alle
„Die chaotischen Strukturen und Finanzierungsströme unseres Gesundheitssystems sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Herumwurschtelns mit faulen Kompromissen, österreichischen Lösungen und kuriosen Ausschnapsereien beim Heurigen. Es ist höchste Zeit für grundlegende Reformen!", so Plass abschließend.