"Die Gründe für den Firmenboom sollten allerdings kritisch hinterfragt und nicht pauschal bejubelt werden", meint Christian Schreiter, Landessprecher der Grünen Wirtschaft. Denn: "Die Neugründungs-Welle im Burgenland liegt sicher nicht am tollen Gründerservice der Wirtschaftskammer." Vielmehr sei die angespannte Lage am Arbeitsmarkt dafür verantwortlich, dass so viele Menschen sich in die Selbstständigkeit wagen.
Deutliche Indiz dafür ist das Alter der frischgebackenen Selbstständigen: "Unsere 'Jungunternehmer' weisen ein Durchschnittsalter von 37 Jahren auf. Das heißt: Der überwiegende Teil der neuen Unternehmer sind Menschen, die sich auf die Füße stellen mussten, weil am regulären Arbeitsmarkt kein Platz mehr für sie war. Dafür spricht auch, dass ein überwältigender Teil der Neugründungen Ein-Personen-Unternehmen sind!"
Gerade auf die sieht Christian Schreiter harte Zeiten zukommen. "Die Wirtschaftskammer jubelt jetzt vielleicht publikumswirksam über den 'Gründerboom', eine ernstzunehmende Vertretung der EPUs liegt aber nicht in ihrem Interesse. Die Einzelunternehmer werden sich sehr bald sehr alleine fühlen!"
Die Grüne Wirtschaft sei die einzige Interessensvertretung, die seit ihrer Gründung voll auf die Unterstützung von Microunternehmen ausgerichtet sei und sich ernsthaft für die Anliegen von Kleinstunternehmern einsetze. "Vor diesem Hintergrund freue ich mich über die vielen neuen EPU. Wir stehen als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung und helfen gerne weiter - denn wir kennen die Probleme und Anliegen von Kleinstunternehmen aus erster Hand!"