Samstag 11. Februar 2012
Finanzkrise, Sicherungspaket KMU/EPU | 20.11.2008

Finanzkrise: Neben Banken auch Unternehmen helfen

Grüne Wirtschaft begrüßt Initiative der Grünen im Landtag

Auf Initiative der Grünen ist in der gestrigen Landtagssitzung ein Sicherungspaket für Ein-Personen-Unternehmen (EPU) sowie Klein- und Mittelbetriebe (KMU), die einen riskanten Fremdwährungskredit laufen haben, einstimmig beschlossen worden.

Christian Schreiter, Landessprecher der Grünen Wirtschaft begrüßt diesen Schritt: „Viele Unternehmen sind von der Finanzkrise betroffen und müssen um ihre Existenz fürchten. Es ist richtig, dass jene Banken, die vom Staat unterstützt werden, in die Pflicht genommen werden.“

Durch die Finanzkrise fallen  im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten für die Banken höhere Refinanzierungskosten an, die sie nun ohne Sicherungspaket an die KreditnehmerInnen abwälzen könnten. „Wenn Banken nun einen Umstieg auf teurere Euro-Kredite forcieren, zusätzliche Sicherheiten fordern oder sogar die aushaftenden Kredite fällig stellen,  gefährdet das vor allem kleinere Unternehmen“, sagt Schreiter.

Das Sicherungspaket umfasst:

  • Banken, die staatliche Unterstützung erhalten haben, sollen eine KMU-freundlich Kreditpolitik (nach dem britischen Bankenrettungsmodell) leisten
  • Zwangsversteigerungen und Konkurse müssen weitgehend vermieden werden
  • Für die nächsten drei Jahre braucht es Überbrückungsmaßnahmen für KMU und EPU
  • Banken müssen Kredite an EPU und KMU bereitstellen, damit Investitionen getätigt und Arbeitsplätze gesichert werden können
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