Dass ‘Grün’ und ‘Wirtschaft’ nicht zusammen passen hat die Grüne Wirtschaft unter Bundessprecher Volker Plass längst widerlegt. Österreichweit sind hunderte Mandatare für die Grüne Wirtschaft in den Kammervertretungen aktiv, um vor allem Einzel- und Mikrounternehmen das Leben zu erleichtern.
Auch im Burgenland ist die Grüne Wirtschaft in der Wirtschaftskammer vertreten, hat aber bei der Wahl 2005 den Einzug ins Wirtschaftsparlament knapp verpasst. Das Wahlziel für die WK-Wahl am 1. und 2. März steht somit fest: “Wir wollen ins Wirtschaftsparlament einziehen, um das Wirtschaftsleben im Burgenland aktiv mitgestalten zu können.
Ein Aufbrechen der verknöcherten und undurchsichtigen Kammerstruktur ist längst überfällig - und diesmal ist Veränderung tatsächlich wählbar, weil die Grüne Wirtschaft auf dem Stimmzettel steht”, meint Landessprecher Christian Schreiter. Im Burgenland wird man in 15 Fachgruppen antreten und auf 40% der Stimmzettel stehen.
Die Grüne Wirtschaft tritt an, um die Wirtschaftskammer demokratischer, schlanker und moderner zu machen - “Weg vom ÖVP-Selbstbedienungsladen hin zur echten Interessensvertretung”, wie es Christian Schreiter ausdrückt. Vor allem aber möchte die Grüne Wirtschaft Plattform und Anlaufstelle für die vielen Ein-Personen-Unternehmen sein, die österreichweit 54% der Betriebe ausmachen.
Gerade im Burgenland mit seiner ennorm hohen Anzahl an EPU’s und seiner stark regional geprägten Wirtschaft ist es besonders wichtig, die Grüne Wirtschaft als Alternative zu haben, da die Mikrounternehmer zwischen den Interessen des SPÖ-dominierten Landes und des ÖVP-dominierten Wirtschaftsbundes aufgerieben werden - und jedenfalls zu kurz kommen.
Um dem neuen Gesicht der heimischen Wirtschaft und der sich verändernden Gesellschaft gerecht werden zu können, fasst die Grüne Wirtschaft bundesweit keineswegs ein Reförmchen, sondern eine grundlegende Strukturreform der Wirtschaftskammer ins Auge. Dazu gehört eine Entrümpelung der Gewerbeordnung, eine Trennung von Privat- und Investmentbanken und ein Hinterfragen des föderalen Kammersystems ebenso wie eine Vereinfachung des Sozialsystems und eine grundlegende Umverteilung der Steuerlast.