"Aus meiner eigenen Erfahrung in der Branche weiß ich, dass die Meisterprüfung alleine noch lange kein Qualitätskriterium für die Arbeit eines Fotografen darstellt", so Kühteubl. "Ich empfehle jedem potentiellen Kunden, sich vor Auftragserteilung unbedingt das Portfolio eines Fotografen anzusehen."
Zukünftig solle eine Gewerbeberechtigung in einzelnen Teilbereichen der Fotografie (Portraits, Modefotos, Werbefotos, Luftbilder, Architekturfotografie und Reportagen) auch ohne Meisterprüfung möglich sein. Allerdings nur unter Beibringung von Beweismitteln, die die für die jeweilige Geschäftsausübung notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen durch Gutachten nachweisen.
Die Grüne Wirtschaft Burgenland sieht darin eine unnötige Verkomplizierung und Bürokratisierung des Fotografengewerbes.
„Es ist den Konsumenten durchaus zuzutrauen, dass sie zwischen guten und schlechten Fotografen unterscheiden können." bringt es Wolfgang Kühteubl auf den Punkt. „Mit Gutachten, an denen vor allem die Akteure in der Wirtschaftskammer verdienen werden, tut man weder den Fotografen etwas Gutes, noch nützt dies den Kunden. Letztlich macht dies alles den Zugang zum Gewerbe teurer und damit wird dem Pfusch erst recht Tür und Tor geöffnet", so Kühteubl, der auch in der Wirtschaftskammer für eine totale Gewerbeöffnung eintritt.