“Ich denke, der Einzug ins Wirtschaftsparlament ist möglich und zu schaffen. Wir werden uns in den nächsten Wochen jedenfalls ins Zeug legen, um so viele UnternehmerInnen wie möglich an die Wahlurnen zu bringen. In manchen Fachgruppen treten wir mit bis zu sechs Kandidaten an, hier können wir die notwendigen Mandate einfahren”, zeigt sich Landessprecher Christian Schreiter optimistisch.
Die letzte Woche hat den Grünwirtschaftern deutlich gezeigt, wie notwendig ein aktives Mitmischen in der Wirtschaftskammer ist. Denn in den sechs Tagen nach Einreichung der Wahlvorschläge fielen ebenso viele KandidatInnen einem grundlegenden und überraschenden Meinungsumschwung zum Opfer und zogen ihre Kandidatur für die Grüne Wirtschaft zurück. Schreiter schließt selbstverständlich aus, dass diesem Sinneswandel Interventionen des Wirtschaftsbundes zu Grunde liegen könnten: “Niemals! Das wäre ja ungesetzlich und ist damit völlig von der Hand zu weisen!”
Sicher aber ist: “In diesem Land ist es sehr schwer, sich abseits von Rot und Schwarz zu engagieren oder auch nur zu positionieren. Ich habe in den letzten Wochen in unzähligen Gesprächen mit Unterstützerinnen und MandatarInnen erfahren, dass die Leute einfach Angst haben, sich als ‘Grünwirtschafter’ zu outen. Angst vor Repressalien, vor Nachteilen im Umgang mit Ämtern und Behörden, vor dem Wegbleiben der Kunden. Angst ist sehr verbreitet in diesem Land, und das einzige und beste Mittel dagegen ist: Dranbleiben. Wir müssen ins Wirtschaftsparlament einziehen, um diese vertrocknete, unbewegliche und absolut regierende Kammer von Innen aufzubrechen und ihr ein Stück Macht zu nehmen. Das ist möglich, und ich bedanke mich bei allen KandidatInnen, die diesen Weg mit uns gehen.”